Beachvolleyball: Borger/Sude in Moskau, Moskau…

Eine Woche nach den Europameisterschaften findet im Moskauer Luschniki-Park das nächste Vier-Sterne-Turnier des Weltverbandes FIVB statt. Für das deutsche Nationalteam Karla Borger/Julia Sude ist es die perfekte Gelegenheit, an selber Stelle besser abzuschließen als eine Woche zuvor, als nur ein enttäuschender 17. Platz heraussprang.

(red/tob) „Moskau, Moskau, wirf die Gläser an die Wand, Russland ist ein schönes Land. Ho ho ho ho ho, hey.“ Moskau – der 1980er Jahre-Ohrwurm der deutschen Retorten-Popgruppe Dschinghis Khan hat auch knapp 40 Jahre später seine Aktualität irgendwie nicht verloren.
Moskau, Moskau: Zwischen der EM und dem nächsten FIVB-Turnier musste nicht einmal das Hotel gewechselt werden.

Wirf die Gläser an die Wand: Gläser und andere Dinge an die Wand werfen….. vor Ärger. Bildlich gesprochen. Das war der Gemütszustand im Nationalteam Borger/Sude, das sich von der Europameisterschaft in Moskau deutlich mehr erwartet hatte, als den am Ende enttäuschenden 17. Platz, der nur 240 Punkte für die Weltrangliste und 1000 Euro Preisgeld abwarf.

Russland ist ein schönes Land: Die Aussicht vom Hotel-Kraftraum über die Stadtlandschaft ist in der Tat inspirierend. Und die Tatsache, dass viele europäische Teams die Möglichkeit hatten, nach der EM einfach vor Ort zu bleiben, hat natürlich auch die Trainingsmöglichkeiten in Qualität und Quantität erhöht.
Ho ho ho ho ho, hey: Im Idealfall freuen sich Karla Borger und Julia Sude am Ende der Woche. Den schwankenden Leistungen der letzten Wochen will keiner mehr endlich Erfolg entgegensetzen, als die Sand-Athletinnen selber, die ja bislang schon einige Top-Ten-Platzierungen erreicht haben.

„Das ist ja gerade das ärgerliche. Dass wir wissen, das wir es können. Aber gerade an der geschmeidigen Umsetzung hakt es immer noch gelegentlich“, sagt Karla Borger. „Dass es durch die Turniere davor wenig Zeit gab, sich auf die Spiele im doch recht kühlen Moskau ausreichend einzustellen, und auch mit dem schon ein wenig anderen Sand zurecht zu kommen, ist jedenfalls kein Grund für unsere Vorstellung. Dies sind Dinge, die einfach zu unserem Alltag gehören.“

Borger (li.) und Sude (re.) in Moskau | Foto: CEV

Borger (li.) und Sude (re.) in Moskau | Foto: CEV

Die EM im Schnelldurchlauf:
Am vergangenen Dienstag begann das Turnier mit einem 2:0-Erfolg (21:15, 21:17) über Michala Kvapilova/Michaela Kubickova aus Tschechien, in gerade mal 35 Minuten. „Das war ein wichtiger Sieg zum Auftakt der EM und auch ne kleine Revanche, weil wir schon zweimal gegen die beiden verloren hatten. Wir haben umgestellt, sehr diszipliniert gespielt und alles umgesetzt, was wir auch wollten“, sagte Dr. Burkhard Sude, der sportliche Leiter des Teams.

Der Mittwoch entpuppte sich zu einem Thriller-Nachmittag, mit einem unerwartet äußerst knappen 2:1- Sieg (21:19, 15:21, 16:14) gegen die Lokalmatadorinnen Daria Rudykh/Ksenia Dabizha aus Russland auf dem Center Court – inklusive einem russischen Matchball, die erst abgewehrt werden musste, um dann selbst das Spiel nach 49 Minuten erfolgreich beenden zu können.

Und auch am Donnerstagnachmittag gab es doch genügend Grund, sich die Fingernägel vor Aufregung abzunagen. In der entscheidenden Partie um den Gruppensieg unterlag das deutsche Nationalteam mit 1:2 (24:22, 17:21,14:16) gegen Joy Stubbe/Marleen van Iersel aus den Niederlanden nach 56 Minuten. Als Gruppenzweite starteten Borger/Sude in der ersten K.o.-Runde am Freitagmorgen gegen Lezana Placette/Alexia Richard aus Frankreich und unterlagen nach 44 Minuten nach einem sehr guten ersten Satz mit 1:2 (21:12, 19:21, 5:15). „Wir haben nach dem knappen zweiten Satz irgendwie total den Faden verloren“, meinte Julia Sude nach dem frühen Turnier-Aus. „Schön, dass wir nun die Chance haben, es an selber Stelle besser zu machen.“

Beim Vier-Sterne-Turnier im Luschniki-Park sind Borger/Sude, die für die DJK TuSa 06 Düsseldorf starten, als 14. im Feld der 32 Damen-Teams gesetzt.

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