Beachvolleyball: Der Aufwärtstrend hält an – Silber in Polen

Stuttgarter Beachvolleyball-Team Chantal Laboureur/Julia Sude schnappen sich Silber bei der World Tour in Polen

Das Stuttgarter Beachvolleyball-Nationalteam Chantal Laboureur/Julia Sude hat das Vier-Sterne-Turnier der FIVB World Tour in Warschau in Polen mit nur einer Niederlage auf dem zweiten Platz beendet.

(red/tob) Da baumelt sie um den Hals, die insgesamt 9. Medaille, die das Stuttgarter Nationalteam Chantal Laboureur/Julia Sude auf der World Tour des Weltverbandes FIVB gesammelt hat. Und die Freude hat längst das bisschen Unzufriedenheit über die Finalniederlage verjagt – die einzige Niederlage im so beeindruckenden Turnierverlauf von Laboureur/Sude. Mit 0:2 (17:21, 17:21) unterlag das deutsche Duo den Kanadierinnen Heather Bansley und Brandie Wilkerson, die am Finaltag nicht nur ihre erste Goldmedaille auf der Tour, sondern auch noch ihren Geburtstag feiern durfte. „Leider hat uns heute im Angriff etwas die Aggressivität gefehlt“, sagte Julia Sude und Chantal Laboureur ergänzte: „Wir waren nicht clever genug. Wir haben zwar gewusst, was die machen, konnten aber nicht so richtig drauf reagieren. Und wir haben zu viele Breakchancen liegen gelassen.“ Doch die Silbermedaille für Laboureur/Sude wurde mit 720 Punkten für die Weltrangliste und einem Preisgeld von 16 000 Dollar versüßt. „Und wir sind echt happy über die weitere Medaille in unserer Sammlung. Nach Bronze von Huntington Beach ist nun Silber dazu gekommen, und wir sind noch nicht fertig.“

Julia Sude und Chantal Laboureur nach ihrem 2. Platz in Polen | Foto: FIVB

Julia Sude und Chantal Laboureur nach ihrem 2. Platz in Polen | Foto: FIVB

Der Turnierverlauf:
Der Auftakt gegen Taru Lahti/Anniina Parkkinen aus Finnland stellte kein größeres Problem dar. Mit 2:0 (21:14, 21:14) war in 32 Minuten der erste Sieg eingefahren. Anschließend wurde es gegen Tina Graudina/Anastasija Kravcenoka aus Litauen deutlich spannender. „Die hatten bisserl unfaire Fans dabei, egal, wir haben das Ruder rumgerissen“, sagte Chantal Laboureur. Mit 2:1 (19:21, 21:17, 15:12) in 47 Minuten gewonnen, Gruppensieg geholt, direkt für’s Achtelfinale qualifiziert.

Im Achtelfinale ging es gegen Sanne Keizer/Madelein Meppelink aus den Niederlande. Doch auch einen Tag später lief es weiter rund auf der kleinen Insel mitten in der Weichsel, mitten in der Hauptstadt Polens. Bei starkem und immer wieder böigem Wind agierte das deutsche Meisterteam konzentriert und ließ den Gegnerinnen nicht viel Chancen. Nach dem 2:0-Erfolg (21:16, 21:14) nach 34 Minuten war das Viertelfinale erreicht. „Wir haben wieder die eine oder andere Chance liegen gelassen, aber ein schönes Teamwork abgeliefert“, fasste Julia Sude zusammen.
Samstag früh, Regen und kühle Temperaturen, eben überhaupt kein Strandwetter. Im Viertelfinale traten beide Teams in langen Hosen an – doch die aktuellen Weltranglistendritten haben der Weltmeisterin von 2015 und Silbermedaillengewinnerin von Rio 2016 Barbara Seixas mit ihrer Partnerin Fernanda Berti Alves aus Brasilien kräftig eingeheizt. Auch durch den Verlust eines kleinen Vorsprungs im zweiten Satz (11:11) hat das deutsche Nationalteam sich nicht abhalten lassen und erneut konzentriert aufgespielt. Mit dem 2:0-Sieg (21:15, 21:18) war nicht nur der erste Auftritt auf dem CenterCourt klargemacht, sondern auch der Einzug ins Halbfinale.

Und wieder ging es gegen Brasilien. Wie gesagt, das erste Mal auf dem CenterCourt von Warschau, gegen Barbaras Partnerin der Olympischen Spiele in Rio, Agatha Bednarczuk, mit ihrer neuen Partnerin Eduarda Santos Lisboa: Das deutsche Duo erwischte einen Blitzstart, führte schnell mit 9:5 und zog den ersten Satz durch. Auch im zweiten Satz lief es überaus gut. Und beim Stand von 10:5 kam auch noch kurz die Sonne raus.
Mit einem Matchball aus der Kategorie „den-vergisst-man-nie“, kratzte Chantal Laboureur links hinten einen Ball aus dem Sand und schickte ihn übers Netz auf die andere Seite nach rechts hinten, wo er gerade noch so ins Feld plumpste, reaktionslos verfolgt von dem brasilianischen Duo. Mit dem 2:0-Sieg (21:16, 21:18) nach 34 Minuten war der Einzug ins Finale zementiert.
„Das Gute ist, dass wir uns immer so viele Breaks erarbeiten, dass wir im Side-out kurz mal ne Pause einlegen können. Naja, so wird es für die Zuschauer noch spannender“, sagte Chantal Laboureur und realisierte schnell, dass sie beide brasilianischen Teams jeweils zum ersten Mal in ihrer Karriere als Verlierer vom Platz geschickt hatten.

Da nimmt man dann auch in Kauf, dass die eigentlich gebuchten Samstag-Abend-Flüge zurück nach Stuttgart verfallen, denn das Finale am Sonntag war erreicht – gegen Heather Bansley und Brandie Wilkerson aus Kanada, die auch eine Woche zuvor in Ostrava, Tschechien, im Finale standen und dort die Silbermedaille gewonnen hatten.

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