Beachvolleyball: Kalt erwischt im warmen Florida

Stuttgarter Beachvolleyball-Team Chantal Laboureur/Julia Sude mit Platz 17 zum Saisonauftakt

(red/tob) Der Saisonstart beim mit 300.000 Dollar pro Geschlecht dotierten Turnier der Major-Series ist für das Stuttgarter Beachvolleyball-Nationalteam Chantal Laboureur/Julia Sude nicht ganz so gelaufen, wie sie es sich selbst vorgestellt haben. Am Ende wird ein 17. Platz notiert.

Das Stuttgarter Beachvolleyball-Team Chantal Laboureur/Julia Sude beim Turnier in Ft. Lauderdale | Foto: FIVB

Das Stuttgarter Beachvolleyball-Team Chantal Laboureur/Julia Sude beim Turnier in Ft. Lauderdale | Foto: FIVB

Nachdem das Stuttgarter Beachvolleyball-Duo Chantal Laboureur/Julia Sude im vergangenen Jahr beim Saisonstart in Ft. Lauderdale das einzige europäische Team war, dass es am Ende auf das Podest geschafft hat und mit der Bronzemedaille abreisen durfte, waren dieses Mal die Medaillenränge wieder nord- und südamerikanisch besetzt. Das Nationalteam aus Stuttgart musste sich mit dem 17. Rang abfinden.
Dabei verlief der Start ins Turnier überaus erfolgreich. Die US-Amerikanerinnen Emily Day/Brittany Hochevar waren nach 37 Minuten mit 2:0 (21:17, 21:17) geschlagen. Zum Knackpunkt wurde das zweite Gruppenspiel. Mit einem weiteren Sieg wäre Platz eins in der Gruppe klargemacht gewesen, und damit der direkte Einzug in die Runde der letzten 16 Teams. Doch gegen die auf Position 14 gesetzten Australierinnen Mariafe Artacho/Taliqua Clancy lief es bei weitem nicht so, wie es sich die Stuttgarterinnen vorgestellt haben.
„Bei uns hat irgendwie nichts funktioniert und die hatten leichtes Spiel und dadurch großes Selbstbewusstsein gewonnen“, erklärte Julia Sude. Nach 33 Minuten hatte das Team von Down Under die Favoritinnen mit 2:0 (21:17, 21:10) geschlagen.
Als Gruppenzweite ging es nun in die spannende K.o.-Phase des Turniers, für die die Paarungen gelost werden. Zwar wurde daraus die erste Partie auf dem eindrucksvollen Center-Court zur besten Zeit (18 Uhr), die volle Ränge garantiert, doch als Gegner beschied das Los eine wahrlich harte Nuss: Die Brasilianerin Agatha Bednarczuk (Silbermedaille Rio de Janeiro 2016, Weltmeisterin 2015) mit ihrer Partnerin Eduarda „Duda“ Lisboa, die für ihren hohen Aufschlagdruck bekannt sind und quasi direkt eingespielt aus der brasilianischen Turnierserie kommen.

Chantal Laboureur bereit zum Service | Foto: FIVB

Chantal Laboureur bereit zum Service | Foto: FIVB

Doch der Auftritt in der beeindruckenden Center-Court-Arena direkt am Strand war nur von kurzer Dauer. Nach 33 Minuten hatten die Brasilianerinnen die letztjährigen Bronzemedaille-Gewinnerinnen mit 2:0 (21:12, 21:14) aus dem Turnier gekickt. „Gut, es gibt bestimmt einfachere Lose in Runde 1. Auf die beiden sind wir letztes Jahr im Halbfinale getroffen. Das soll aber keine Ausrede sein, denn so deutlich sollten wir zu keinem Zeitpunkt verlieren. Wir haben es weder im Angriff, noch in der Abwehr bei eigenem Aufschlag geschafft, genügend Druck auf die beiden aufzubauen. Das haben die beiden viel besser gemacht“, fasst Julia Sude zusammen. Trainer Ricardo Brunale de Andrade zog dabei ein zuversichtliches Fazit: „Angesichts der Tatsache, dass beide Spielerinnen ein wenig angeschlagen in der letzten Vorbereitungswoche hier vor Ort waren, konnten wir nicht ganz so trainieren, wie geplant. Gegen Australien haben wir unseren Rhythmus nicht gefunden. Das lief gegen die Brasilianerinnen schon viel besser, aber eben noch nicht beständig genug“, sagte der Brasilianer, den in der Szene alle der Einfachheit halber mit seinem Spitznamen „Vento“ ansprechen.
Für das Team steht nach einer Woche in Stuttgart ein mehrwöchiges Trainingslager auf Teneriffa an, bevor die World Tour Mitte April in China fortgesetzt wird.

Dabei beschreiben Chantal Laboureur und Julia Sude ihr Ziel mit klaren Worten: „Dieses Gefühl, auf dem Center-Court zu spielen, ist einfach einmalig, und macht Bock auf mehr!“

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