Beachvolleyball: Nach Niederlage in „epischem Match“ Rang neun in Poreč

Stuttgarter Beachvolleyball-Team Chantal Laboureur/Julia Sude erreichen Rang 9

Nach Niederlage in „epischem Match“ Rang neun in Poreč

(red/tob)Stuttgart/Poreč: Die Vorjahressieger Chantal Laboureur und Julia Sude schaffen es nicht wieder aufs Podium, doch das Stuttgarter Beachvolleyball-Team zeigt sich mit dem Auftritt beim Major-Turnier im kroatischen Poreč bestens gerüstet für die anstehende Weltmeisterschaft in Wien.

Beachvolleyball-Team Chantal Laboureur/Julia Sude beim Turnier in Poreč (Foto: Samo Vidic)

Beachvolleyball-Team Chantal Laboureur/Julia Sude beim Turnier in Poreč (Foto: Samo Vidic)

Die Beachvolleyball-WM kann kommen. Chantal Laboureur und Julia Sude zeigen sich bereits in bester Spiellaune. Beim mit 300.000 Dollar pro Geschlecht dotierten Major-Turnier in der malerischen Küstenstadt Poreč landete das Beachvolleyball-Duo aus Stuttgart auf Rang neun. Das Turnier-Aus besiegelte ein hochklassiger Schlagabtausch, der die Zuschauer auf dem Side Court 5 mit stark erhöhten Adrenalinwerten zurückließ. Gegen Barbara Seixas de Freitas, amtierende Weltmeisterin und Silbermedaillen-Gewinnerin von Rio 2016, mit ihrer neuen Partnerin Fernanda Alves, zelebrierten die Weltranglisten-Zweiten aus Stuttgart einen Beachvolleyball-Thriller auf allerhöchstem Niveau.
22:20, 24:26, 15:12 lauteten nach 60 Minuten die Satzergebnisse dieses, so laut Veranstalter, „epischen Matches“. Die Brasilianerinnen hatten am Ende schlichtweg ein wenig mehr Glück auf ihrer Seite und zogen einen Sieg später genauso knapp, aber verdient, ins Halbfinale ein. „Das Ergebnis käst uns schon an“, sagte Julia Sude enttäuscht nach dem knappen Aus. „Wir haben diese Saison an so einigen Baustellen gearbeitet und das klappt nicht immer von Anfang an. Aber jetzt hat es im Verlauf des Turniers immer besser gegriffen.“ Schon der Auftakt ins Turnier war extrem spannend. Laboureur/Sude begannen im Pool B mit einem 60-minütigen Duell gegen die Tschechinnen Kristyna Kolocova/Michala Kvapilova, welches ebenfalls mit 1:2 (21:11, 26:28, 13:15) ganz knapp verloren ging. Nach dem problemlosen Gewinn des ersten Satzes hatte das Stuttarter Duo auch den zweiten Satz fast schon in der Tasche, ehe die Tschechinnen nacheinander insgesamt fünf Matchbälle abwehrten – und sich dann den Satz sogar sichern konnten und ebenfalls anschließend den Tiebreak. Der Frust über die knappe Niederlage entlud sich dann gegen die ein wenig unerfahreneren Finninnen Ida Sinisalo/Niina Athtainen, die deutlich mit 2:0 (21:13, 21:12) in 28 Minuten geschlagen wurden.

Das letzte Gruppenspiel, wiederum gegen ein finnisches Team, war ebenfalls eher eine kleinere Herausforderung. Riikka Lehtonen/Taru Lahti-Liukkonen hatten gegen die Weltranglisten-Zweiten keine Chance und unterlagen mit 0:2 (14:21, 18:21). Dasselbe Ergebnis markierten die beiden Stuttgarterinnen gegen das niederländische Duo Jolien Sinnema/Joy Stubbe, nämlich ein 2:0 (21:14, 21:14) in 29 Minuten. Damit war die Runde der letzten 16 erreicht und dort ereignete sich der oben erwähnte Thriller gegen Barbara Seixas de Freitas/Fernanda Alves.

Nach der Niederlage und dem Turnier-Aus konzentrierten sich die beiden schnell wieder auf die kommenden Aufgaben. „Durch den Turniersieg zuletzt in Baden haben wir viel Selbstbewusstsein gesammelt. Wir haben auch am Samstag in Kroatien direkt wieder trainiert, um im Rhythmus zu bleiben“, sagte Chantal Laboureur. Zusätzlichen Ansporn gab es durch die Auslosung der Gruppen für die Weltmeisterschaften in Wien. 48 Frauen- und Männerduos spielen vom 28. Juli bis 6. August um den WM-Titel und eine Million US-Dollar Preisgeld. Laboureur/Sude wurden in die Gruppe B gelost und treffen dort auf Elsa/Lobato aus Spanien, Echeverria/Leila aus Kuba und Andrea/Gorda aus Kolumbien. „Die Auslosung haben wir mit Spannung verfolgt. Wir freuen uns, gegen neue Teams zu spielen, die wir leider noch nie auf der World Tour gesehen haben“, meinte Julia Sude. Spannend wurde es auch bei der Rückkehr aus Kroatien. Der Direktflug von Pula nach Stuttgart wurde von der Fluggesellschaft gestrichen und stattdessen in einen späteren Flug nach Düsseldorf gewandelt. Diesen hätten Laboureur/Sude beinahe verpasst, weil der Zubringer-Shuttle des Turnierveranstalters sich verspätet hatte. Endlich beim Einchecken, wurden die beiden versehentlich auf einen Flieger nach Hamburg gebucht. Dies konnte gerade noch rechtzeitig geändert werden, und auch das Gepäck hat sogar die Umbuchung noch geschafft. Damit steht einer stressfreien Anreise für das kommende Fünf-Sterne-Turnier im schweizerischen Gstaad, welches am Dienstag mit der Qualifikation beginnt, nichts mehr im Wege – die nächste Etappe zur Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften.

Beachvolleyball-Team Chantal Laboureur/Julia Sude beim Turnier in Poreč (Foto: Samo Vidic)

Beachvolleyball-Team Chantal Laboureur/Julia Sude beim Turnier in Poreč (Foto: Samo Vidic)

Beachvolleyball-Team Chantal Laboureur/Julia Sude beim Turnier in Poreč (Foto: Samo Vidic)

Beachvolleyball-Team Chantal Laboureur/Julia Sude beim Turnier in Poreč (Foto: Samo Vidic)

Beachvolleyball-Team Chantal Laboureur/Julia Sude beim Turnier in Poreč (Foto: Samo Vidic)

Beachvolleyball-Team Chantal Laboureur/Julia Sude beim Turnier in Poreč (Foto: Samo Vidic)

Text: Tom Bloch | www.tombloch.de

Ausblick auf die weitere Saison 2017:
04. – 09. Juli FIVB World Tour 5* – Major | Gstaad (SUI)
13. – 16. Juli FIVB / President´s Cup| Long Beach (CA/USA)
19. – 23. Juli FIVB World Tour 4* | Olsztyn (POL)
28. Juli – 06. August World Championships | Wien (AUT)
16. – 20. August CEV Finale, European Championships | Jurmarla (LVA)
22. – 27. August World Tour Finale | Hamburg (GER)
31. August – 02. September Deutsche Meisterschaften | Timmendorfer Strand (GER)

Mehr Infos auch unter: www.fivb.org/EN/BeachVolleyball/

Die Gruppenauslosung für die WM in Wien (klicken für große Ansicht):

Auslosung der Gruppen für die WM in Wien (Grafik; FIVB)

Auslosung der Gruppen für die WM in Wien (Grafik; FIVB)

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