Beachvolleyball: Platz fünf in der Schwermetall-Stadt

Das Stuttgarter Beachvolleyball-Nationalteam Chantal Laboureur/Julia Sude hat das Vier-Sterne-Turnier der FIVB World Tour in Ostrava in Tschechien auf dem fünften Platz beendet.

(red/tob) Die Lokalmatadoren hatten einen perfekten Lauf und holten sich die Goldmedaille mitten auf dem Industriedenkmal in der einstigen Kohle-, Eisen- und Stahlindustriestadt: Barbora Hermannova/Marketa Slukova aus Tschechien stürmten auf den obersten Podestplatz beim zum ersten Mal als Turnier für beide Geschlechter ausgetragenen Vier-Sterne-Turnier der FIVB World Tour im tschechischen Ostrava. Zuvor hatten die Goldmedaillen-Gewinnerinnen das deutsche Nationalteam Laboureur/Sude im Viertelfinale mit 2:0 (21:17, 21:15) in 37 Minuten geschlagen und damit auf Platz fünf verwiesen.

Julia Sude und Chantal Laboureur im Spiel beim Vier-Sterne-Turnier der FIVB World Tour in Ostrava | Foto: FIVB

Julia Sude und Chantal Laboureur im Spiel beim Vier-Sterne-Turnier der FIVB World Tour in Ostrava | Foto: FIVB

„Leider sind wir durch das stark aufspielende Heimteam gestoppt worden, aber wir haben uns gut in das Turnier rein gefuchst und sind am Ende besser platziert als zuletzt in Itapema in Brasilien“, fasste Julia Sude zusammen und Chantal Laboureur ergänzte: „Mit dem Ergebnis sind wir aber nur halbzufrieden, denn wir wollen mehr“.

32 Teams spielten um die Medaillen, Weltranglistenpunkte und 150.000 Dollar Preisgeld pro Geschlecht, auf den Courts vor dem Technikmuseum der drittgrößte Stadt Tschechiens, welche ein völlig ungewohntes Ambiente bot: „Das war schon eine krasse Location. Man musste sich an das sichtbare Stahlgestänge drumherum schon gewöhnen, dass einem in die Augen sticht, wenn man den Ball zum Aufschlag anwirft“, berichtete Julia Sude. Wo sonst blauer Himmel strahlt und Palmen um die Felder stehen, oder zumindest nicht weit sind, wurde der Turnier-Stopp Ostrava eben durch sein einzigartiges Industrieambiente geprägt. „Es waren aber viele Zuschauer da, die trotz des Wetterumschwungs während des Turniers kamen, als die Temperaturen plötzlich von 33 °C auf 15°C fielen.“

Freude bei Labourer und Sude in Tschechien | Foto: FIVB

Freude bei Labourer und Sude in Tschechien | Foto: FIVB

Die Ergebnisse der Weltranglistenzweiten Laboureur/Sude in Ostrava:
2:0-Erfolg (21:16, 21:16) über Martina Bonnerova/Sarka Nakladalova aus Tschechien in 33 Minuten.
2:0-Erfolg (21:17, 21:15) über Svetlana Kholomina/Nadezda Makroguzova aus Russland in 36 Minuten und dadurch Gruppensieger und direkt fürs Achtelfinale qualifiziert.
2:1-Erfolg (12:21, 21:16, 15:10) über Kim Behrens/Sandra Ittlinger aus Deutschland in 45 Minuten.
0:2-Niederlage gegen Barbora Hermannova/Marketa Slukova (17:21, 15:21) aus Tschechien in 37 Minuten.

Das Deutsche Beachvolleyball-Nationalteam in ungewöhnlicher Kulisse in Ostrava | Foto: FIVB

Das Deutsche Beachvolleyball-Nationalteam in ungewöhnlicher Kulisse in Ostrava | Foto: FIVB

Mit 480 Punkten für die Weltrangliste und 6000 Dollar Preisgeld fliegt das Deutsche Meister-Duo nun nach einem kurzen Zwischenstopp in der schwäbischen Heimat gleich weiter nach Warschau, wo bereits kommende Woche das nächste Vier-Sterne-Turnier stattfindet. Nach dem die World Tour am Anfang des Jahres schleppend begonnen hat, geht es nun im Wochenrhythmus ohne Pause weiter bis zum Saisonhöhepunkt, den Europameisterschaften in der Niederlande, die von 16. bis 22. Juli stattfinden. Und auch dort wollen die Bronzemedaillen-Gewinnerinnen der vergangenen EM mehr.

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