Beachvolleyball: Platz fünf in Polen

Beachvolleyball-Nationalteam Chantal Laboureur/Julia Sude auf Platz fünf in Polen

(red/tob) Lust auf mehr: Das Stuttgarter Beachvolleyball-Team Chantal Laboureur/Julia Sude präsentiert sich eine Woche vor dem Beginn der Weltmeisterschaften erneut in den Top-Five.

Chantal Laboureur/Julia Sude beim Turnier im polnischen Olsztyn (Foto: FiVB)

Chantal Laboureur/Julia Sude beim Turnier im polnischen Olsztyn (Foto: FiVB)

Das nun endlich auch offiziell vom Verband nominierte Nationalteam Chantal Laboureur (MTV Stuttgart) und Julia Sude (VfB Friedrichshafen) hat beim mit 300.000 Dollar pro Geschlecht dotierten Vier-Sterne-Turnier des Weltverbandes FIVB (zweithöchste Kategorie) im polnischen Olsztyn den fünften Platz belegt, weitere 320 Punkte für die Weltrangliste gewonnen und 6000 Dollar Preisgeld.

Bei der Generalprobe für die am kommenden Freitag beginnenden Weltmeisterschaften in Wien waren es, analog zum vergangenen Wochenende in Kalifornien, die Weltranglisten-Ersten aus Brasilien, die die Stuttgarterinnen im Viertelfinale bezwangen. Larissa Franca Maestrini (Weltmeisterin 2011, Vierte in Rio 2016) bei ihrem 300. World-Tour-Turnier und ihre Partnerin Talita da Rocha Antunes knüpften erneut an ihrer brillanten Form an, die sie auch vergangenes Wochenende in Long Beach in Kalifornien beim Gewinn des „President´s Cups“ zeigten. Die Brasilianerinnen schlugen die Weltranglisten-Zweiten aus Stuttgart knapp mit 2:0 (21:16, 21:18) in 34 Minuten.

Die Gruppenphase beim Turnier in Masuren begann mit einem Sieg gegen die Lokalmatadoren. Chantal Laboureur/Julia Sude schlugen Martyna Kloda/Dorota Strag aus Polen mit 2:0 (21:18, 21:9) in gerade mal 30 Minuten. Wenige Stunden später folgte das Match gegen die Kanadierinnen Brandie Wilkerson/Heather Bansley. „Wir haben schon mal besser gespielt“, analysiert Chantal Laboureur nach der 0:2-Niederlage (18:21, 13:21) in 36 Minuten.
Aufgrund des von der FIVB neu eingeführten und dann noch einmal veränderten Modus, ging es in der sogenannten „modifizierten Gruppenphase“ direkt in die K.o.-Phase. Dort warteten mit dem nächsten Team aus Kanada gute Freundinnen zum Schlagabtausch im Sand-Rechteck. Julie Gordon/Camille Saxton hatten im Juni am Olympiastützpunkt Stuttgart mit ihrem Interims-Trainer Guillermo Naranjo Hernández ein gemeinsames Trainingslager mit Laboureur/Sude absolviert. „Es war schon ein komisches Gefühl dabei, denn einerseits kennen wir uns gut, andererseits haben wir gewusst, wenn wir gewinnen, kommen wir wieder einmal gegen die Tschechinnen“, verrät Julia Sude. Doch nach dem Anpfiff ist egal, wer auf der anderen Seite steht. Dann geht es um den Sieg und den holten sich die beiden Stuttgarterinnen gegen die Kanadierinnen in 29 Minuten mit einem klaren 2:0 (21:16, 21:13).

Chantal Laboureur/Julia Sude beim Turnier im polnischen Olsztyn (Foto: FiVB)

Chantal Laboureur/Julia Sude beim Turnier im polnischen Olsztyn (Foto: FiVB)

Damit war klar, es gab eine Neuauflage des Viertelfinales von Gstaad gegen Barbora Hermannova/Marketa Slukova. Und wie zuletzt in Gstaad den Weltranglisten-Zweiten der erste Erfolg in der Geschichte gegen die Tschechinnen gelang, erkämpften sie sich gleich den zweiten Sieg in Folge mit 2:0 (23:21, 21:16) in 34 Minuten. „Wir waren sehr motiviert, und als wir uns dann mehr auf Slukova konzentriert haben, lief es“, verrät Chantal Laboureur. Am Freitagabend war also das Viertelfinale in Olsztyn erreicht. Mit Physiotherapie, Abendessen und Trainerbesprechung klang der Abend aus, wobei längst klar war, dass es analog zu Gstaad, als nächstes gegen die Brasilianerinnen geht.

„Wir freuen uns, dass wir den Sieg gegen die Tschechinnen, die derzeit auf Platz drei der Weltrangliste stehen, bestätigen konnten. Und wir wissen auch, woran wir an unserem Auftritt gegen die Brasilianerinnen arbeiten müssen“, bilanziert Julia Sude. Und das nächste Duell ist nicht weit. Es ist davon auszugehen, dass das derzeitige Spitzentrio der Weltrangliste in Wien erneut in irgendeiner Form aufeinandertreffen wird.

Chantal Laboureur vom Team Laboureur/Sude (Foto: FiVB)

Chantal Laboureur vom Team Laboureur/Sude (Foto: FiVB)

Laboureur/Sude sind noch am Samstag nach Stuttgart gereist und holen sich in den kommenden Tagen am Olympiastützpunkt gemeinsam mit Trainer Ricardo „Vento“ Brunale de Andrade den letzten Schliff, ehe sie am Donnerstag nach Wien reisen.

Apropos Trainer: Da war doch noch was!
„Vento“ hatte im Zuge der Goldmedaille von Gstaad versprochen, sich die Haare zu färben. „Wir haben es gleich in Long Beach versucht, aber es ist noch ausbaufähig. So eine Supermarkt-Packung reicht für seine dunklen Haare einfach nicht aus“, erklärt Julia Sude. „Aber wenn man genau hinschaut, sieht man es.“ Auch Haare färben muss schließlich trainiert sein. „Bei der nächsten Goldmedaille wird das verfeinert, er macht das ja auch gerne. Zumindest, solange er eine Goldmedaille als Beißring hat“, sagt Chantal Laboureur.

Hier noch einmal die Gruppenspiele der WM 2017 in Wien in einer Übersicht:
Samstag, 29. Juli, 14 Uhr, Center Court: Gorda Galindo/Andrea Galindo (Kolumbien)
Sonntag, 30. Juli, 12 Uhr, Court 3: Lidiannis Echeverria Benitez/Leila Martinez Ortega (Kuba)
Dienstag, 1. August, 9.30 Uhr, Court 2: Elsa Baquerizuo McMillan/Angela Lobato Herrero (Spanien).

Die Achtelfinalspiele finden am Donnerstag, 3. August, statt. Viertelfinale und Halbfinale folgen am Freitag, 4. August. Das Finale der Frauen ist auf Samstag, 5. August, 14.30 Uhr, festgelegt.

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