Beachvolleyball: Silber im Sand von Münster

Das Stuttgarter Beachvolleyball-Nationalteam Chantal Laboureur/Julia Sude holt sich beim Auftakt der deutschen Turnier-Tour in Münster wie auch im vergangenen Jahr die Silbermedaille. Das Deutsche Meister-Duo unterlag auf dem CenterCourt den Lokalmatadorinnen Teresa Mersmann/Cinja Tillmann äußerst knapp im Tiebreak.

(red/tob) Beim mit 25.000 Euro dotierten Auftakt der deutschen Tour, laut dem Szene-Portal beach-volleyball.de die größte nationale Turnierserie Europas und drittgrößte weltweit, holten sich die Deutschen Meister Laboureur/Sude in einem packenden Endspiel die Silbermedaille.

Die Sieger des Auftakts der Techniker Beach Tour 2018 in Münster: (v.l.n.r.) Chantal Laboureur, Julia Sude, Teresa Mersmann, Cinja Tillmann, Karla Borger, Margareta Kozuch | Foto: Joern Pollex/HOCH ZWEI

Das Überraschungsteam der Stunde und verdiente Goldmedaillengewinnerinnen waren Teresa Mersmann und Cinja Tillmann vom USC Münster, die sich mit 1500 Zuschauern im Rücken auf dem CenterCourt mitten auf dem Münsteraner Schlossplatz mit 11:21, 21:19 und 20:18 nervenstark gegen die Weltranglistenzweiten aus Stuttgart durchsetzten, nachdem sie im Turnierverlauf bereits auf sich aufmerksam machten, weil sie nacheinander die World-Tour-erfahrenen Nina Betschart/Tanja Hüberli aus der Schweiz und dann die Slowakinnen Natalia Dubovcoa/Andrea Strbova aus dem Premierenturnier der Techniker Beach Tour warfen

„Irgendwie haben wir vergessen, zu gewinnen“, ärgerte sich Julia Sude. „Denn wir haben zwei gute Spiele gemacht und im Finale einen guten ersten Satz. Leider konnten wir dieses Niveau nicht halten.“ Und ihr Partnerin Chantal Laboureur ergänzte: „Die haben richtig aufgedreht, auch durch höheren Aufschlagdruck. Und wir haben dagegen nachgelassen.“

Der Auftakt ins Turnier für die an Position Eins gesetzten Deutschen Meister begann im Viertelfinale auf dem CenterCourt mitten auf dem Münsteraner Schlossplatz gegen Sabine Karnbaum/Natascha Niemcyzk, die bis dahin schon zwei Spiele in den Knochen hatten.

Nach einer schnellen 8:2-Führung blieben die beiden Stuttgarterinnen extrem fokussiert und konzentriert und gewannen problemlos mit 21:10, 21:16. „Dabei war es schon schwer, den Tag über die Spannung zu halten, nachdem wir morgens bereits um 6.30 Uhr trainiert hatten, um wenigstens einmal den Sand getestet zu haben“, erklärte Julia Sude.

Weitaus mehr gefordert waren sie dann am Sonntagmittag im Halbfinale gegen Karla Borger/Margareta Kozuch. Doch auch das Duell der beiden Nationalteams ging aufgrund eines erneut konsequenten Auftritts an Laboureur/Sude mit 21:17, 21:19.

Das Finale sah erst erneut nach einer klaren Angelegenheit für die Favoritinnen aus Stuttgart aus. Dann entwickelte sich ein spannender Schlagabtausch. Mit dem Publikum im Rücken drehten Mersmann/ Tillmann das Spiel und wehrten im Tiebreak sogar zwei Matchbälle ab, bevor sie ihren eigenen vierten Matchball zum Sieg nutzen konnten.

Beachvolleyball-Nationalteam Laboureur/ Sude bei der Techniker Beach Tour 2018 in Münster | Foto: Joern Pollex/HOCH ZWEI

Beachvolleyball-Nationalteam Laboureur/ Sude bei der Techniker Beach Tour 2018 in Münster | Foto: Joern Pollex/HOCH ZWEI

„Die Stimmung auf dem CenterCourt war richtig gut, und es hat auf jeden Fall Spaß gemacht, wieder zu zocken“, sagte Julia Sude, schließlich haben bislang immer wieder Unterbrechungen aufgrund von Lücken im Tour-Kalender die Saison geprägt.

Inzwischen wurden auch die Gruppen für den Saisonhöhepunkt des Jahres ausgelost: die Europameisterschaften, die vom 15. bis zum 22. Juli in den Niederlanden stattfinden.
Laboureur/Sude, die Bronzemedaillen-Gewinnerinnen des vergangenen Jahres, treffen im Pool A auf Kinga Kolisinska/Katarzyna Kociolek (Polen), auf Liliana Fernández Steiner/Elsa Baquerizo aus Spanien und auf die frühere Europameisterin Marta Menegatti mit Partnerin Laura Giombini (Italien). Bis zum Viertelfinale spielt der Pool A in Apeldoorn, dann geht es in Den Haag weiter.

„Für die Teams und das Team ums Team sind die verschiedenen Spielorte schon eine große organisatorische Herausforderung, aber wir spielen da ja jetzt schon zum dritten Mal und kennen das“, sagt Julia Sude. „Gegen alle drei Teams im Pool haben wir diese Saison noch nicht gespielt, insofern fällt eine Einschätzung schwer. Ist aber auch nicht so wichtig, denn wir werden uns auf uns konzentrieren und wollen gleich in den richtigen Rhythmus kommen.“

Alle Artikel zum Thema Beachvolleyball.

Share this:
Tags:

Kommentar schreiben

Hier können Sie einen Kommentar zu diesem Artikel abgeben. Ihr Kommentar wird von uns geprüft und dann freigegeben. Bitte geben Sie auch einen Namen und eine Email-Adresse an*

n/a