Behindertensport: Jonas Winkeler mit Goldmedaille in der Leichtathletik

(red/wbrs) Bei den World Para Athletics Junior Championships in Nottwil (Schweiz) gewann am letzten Tag Jonas Winkeler (TSV Bietigheim) die Goldmedaille im Weitsprung der männlichen Jugend U20.

Aus Württemberg wurden Helen Groth, Annegret Schneider, Jonas Winkeler und Jan Nik Arnold nominiert. Jonas Winkeler konnte bei diesen Wettkämpfen gleich drei persönliche Bestleistungen aufstellen. Über 200 Meter blieb er mit 24,98 Sekunden erstmals unter der 25 Sekundenmarke. Auch über die 400 Meter lief er in 55,74 Sekunden fast 2 Sekunden schneller wie bisher.

Als jüngster Starter bei den U20 Jugendlichen erreichte er damit aber nur Plätze im Mittelfeld. Am letzten Tag kam dann die Überraschung. Bisher standen bei Jonas im Weitsprung 5,49 Meter als Bestleistung zu Buche. Nach 5,75 Meter im fünften Versuch landete er im allerletzten Sprung der Konkurrenz bei 5,83 Meter und gewann. Er hatte seine Bestleitung um 34 Zentimeter verbessert und bekam dafür die Goldmedaille.

V.l.n.r.: Jan Nik Arnold, Jonas Winkeler, Annegret Schneider, Helen Groth | Foto: privat

V.l.n.r.: Jan Nik Arnold, Jonas Winkeler, Annegret Schneider, Helen Groth | Foto: privat

Annegret Schneider (TSG 1845 Heilbronn) hatte sich als Jahresziel die Weltmeisterschaften im Herbst in Dubai vorgenommen, konnte sich leider nur für die Junior Championchips qualifizieren. Mit 3,92 Meter im Weitsprung wurde sie in der Klasse U20 Dritte, über 100 Meter lief sie in 15,33 Sekunden eine für sie sehr gute Zeit und wurde Fünfte. Jan Nik Arnold (TV Cannstatt) startete im Hochsprung (1,45 Meter) und Weitsprung (4,63 Meter) mit ordentlichen Ergebnissen.

Leider waren nicht alle Wettkämpfe als Meisterschaft deklariert, sodass nicht immer eine Medaille für die ersten drei Plätze vergeben wurde. Besonders getroffen hat es eine der Jüngsten in der Deutschen Mannschaft, Helen Groth (SV Winnenden). Die Debütantin startete in vier Disziplinen mit sehr guten Leistungen, bekam aber für ihre Siege und Plätze keine Medaillen. Immerhin durfte sie beim Einmarsch die Deutsche Fahne tragen, was manch anderer gerne gegen eine Medaille tauschen würde.

Insgesamt war das Leistungsniveau, vor allem bei der älteren Klasse, deutlich höher als im Vorjahr. Man merkt, dass nächstes Jahr in Japan wieder Paralympics anstehen.

Weitere Infos gibt es auf der Website des WBSR.

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