Eishockey: Neues von den Stuttgart Rebels

Rebels mit Sechs-Punkte-Wochenende

(red/PK)Tristesse war angesagt unter dem Fernsehturm nach der enttäuschenden Heimniederlage am 18. Januar gegen den Tabellenletzten EKU Mannheim (hierüber haben wir berichtet). Mit zwei Siegen gegen zwei Play-Off-Kandidaten am vorletzten Wochenende konnten sich die Stuttgart Rebels jedoch eindrucksvoll rehabilitieren. Einem 3:1 beim Heimspiel freitags gegen den EV Ravensburg ließ das Team um Trainer Pavol Jancovic sonntags einen überraschenden 4:3-Erfolg bei den Eisbären Eppelheim folgen.

Nachdem man die beiden ersten Vergleiche gegen die Oberschwaben jeweils eher unglücklich verloren hatte, sollte nun endlich ein Sieg her. Die Vorzeichen für dieses Vorhaben schienen vor dem Spiel allerdings nicht allzu gut, da Coach Jancovic auf gleich sechs Spieler verzichten musste. Mit Marcel Santi, Sebastian Meindl, Patrick Daucik, Fabio Laule, Alexander Hotz und Eric Strieska fiel mehr als ein kompletter Block aus. Zudem kam Miro Hudak als Ersatz für Lukas Kubik zu seinem ersten Saisoneinsatz.

Da auch die Gäste beim Kampf um die Endrunde auf jeden Zähler angewiesen sind, entwickelte sich von Beginn an ein intensiv geführtes Match, bei dem die Rebels die leichten spielerischen Vorteile der Gäste mit großem Einsatz auszugleichen wussten. Ein Doppelschlag binnen 16 Sekunden in der sechsten Spielminute durch Lutz Kästle in Überzahl und Patrick Eisele sorgte bereits früh für eine Führung, die den Gastgebern sichtlich mehr Sicherheit in ihren Aktionen einbrachte.

Auch im zweiten Durchgang konnten die Rebellen den Gegner weitestgehend kontrollieren. Beide Defensivabteilungen verdienten sich Bestnoten und so blieb die Anzahl an wirklich guten Tormöglichkeiten auf beiden Seiten eher überschaubar. Eine der wenigen Gelegenheiten konnte Lukas Willer in der 28 Minute zu einem zweiten Überzahltor verwerten. Durch einen Treffer von Steffen Kirsch zehn Minuten später konnten die Gäste noch vor der Pausensirene wieder verkürzen und dafür sorgen, dass man sich auf Seiten der Gastgeber nicht allzu sehr in Sicherheit wiegen konnte.

Ravensburg versuchte im Schlussdrittel noch einmal mehr Druck aufzubauen, verfing sich aber immer wieder im dichten Abwehrnetz der Rebels, die mit einer disziplinierten Leistung nichts mehr anbrennen ließen und somit einen am Ende verdienten 3:1-Erfolg feiern konnten. Somit konnte man sich vor den 367 Fans für die schwache Leistung der Vorwoche rehabilitieren.

Nach dem Spiel zeigte sich der zweite Vorstand Olav Schnier dann auch zufrieden mit Leistung und Ergebnis: „Ich habe heute vielleicht nicht das beste Spiel der Saison gesehen, wohl aber die beste Mannschaftsleistung. Die Mannschaft hat sich die Kritik nach dem Mannheim-Spiel zu Herzen genommen und gezeigt, dass sie mit einer disziplinierten Spielweise gegen jeden Gegner in der Liga mithalten kann.“

„Kurze Bank kommt gut ins Spiel“, nach diesem Motto ging es zwei Tage später in die Kurpfalz, um die am Freitag gezeigte Leistung gegen die Eisbären Eppelheim zu bestätigen. Für Miro Hudak war wieder Lukas Kubek am Start.

Trotz eines 0:2-Rückstandes durch Treffer von Marco Haas und Marcus Semlow nach dem ersten Drittel ließen sich die Waldau-Cracks nicht entmutigen und arbeiteten sich sukzessive wieder ins Spiel zurück. Marc-Stephen Wied und Patrick Eisele, bei einem zwischenzeitlichen Gegentreffer durch Dominik Dech, sorgten dafür, dass man sich für das letzte Drittel alle Möglichkeiten offen ließ.

Und endlich einmal wurden die Rebellen auch auswärts für ihr Engagement belohnt. Tim Becker und Jesper Leis sorgten mit ihren Treffern für die Stuttgarter Führung. Diese ließ man sich dann auch nicht mehr nehmen und das erste Sechs-Punkte-Wochenende seit langer Zeit war perfekt.

Stuttgart Rebels – EV Ravensburg
3:1 (2:0/1:1/0:0)
1:0 (05:14) Kästle (Abert/Mauch) PP1
2:0 (05:30) Eisele (Abert/Mauch)
3:0 (27:29) Willer (Hudak/Becker) PP1
3:1 (37:30) Kirsch (Sekula/Rodrigues)
Strafen: 10 / 8
Zuschauer: 367

EC Eppelheim – Stuttgart Rebels
3:4 (2:0/1:2/0:2)
1:0 (05:49) Haas (Artmann/Dech)
2:0 (09:49) Semlow (Gottschalk/Brenner)
2:1 (23:28) Wied (Eisele/Kästle)
3:1 (32:10) Dech (Haas/Sawicki)
3:2 (35:58) Eisele (Mauch/Daubner)
3:3 (42:10) Becker (Kubek/Bako)
3:4 (51:56) Leis (Kubek/Willer)
Strafen: 4 / 6
Zuschauer: 160

Stuttgart Rebels in Heilbronn ohne Fortune

(red/PK) Nach dem erfolgreichen vorangegangenen Wochenende mit gleich zwei Siegen mussten sich die Stuttgart Rebels vergangenen Freitag bei den Heilbronner Eisbären mit 0:4 geschlagen geben. Mit dem zum Ende der Wechselperiode verpflichteten Zweitliga-Goalie Andrew Hare hatten die Eisbären vor zwei Wochen aufhorchen lassen und ein Zeichen gesetzt, dass sie die zuvor eher durchwachsene Saison mit dem Einzug in die Play-Offs doch noch zu einem guten Abschluss bringen wollten. Mit zwei Shut-Outs in seinen ersten beiden Auftritten erwies sich dieser dann auch gleich als die erhoffte Verstärkung und brachte sein Team wieder ins Rennen um Platz 4.

Sollten die Rebels nun die erste Mannschaft der Liga sein, die es schafft, Andrew Hare zu bezwingen? Dass sie dieses Ziel durchaus mit Engagement zu verfolgen gedenken, war am Freitag dann auch von Beginn an zu spüren, denn nach einer recht kurzen Anfangsoffensive der Gastgeber fand man recht zügig ins Spiel. Leider hatten die Referees ihr Visier offensichtlich etwas kleinlich eingestellt und so war dieser erste Durchgang gekennzeichnet von etlichen diskussionswürdigen Strafzeiten auf beiden Seiten. Spielfluss wollte so kaum aufkommen, einen Vorteil konnte allerdings auch keine Mannschaft daraus ziehen.

In der zwölften Spielminute dann der Schock auf Stuttgarter Seite. Goalie Jannis Ersel fuhr zu Bande und signalisierte, dass es für ihn nicht mehr weitergehen würde. Somit musste Andi Räth zu seinem ersten Meisterschaftsspieleinsatz in dieser Saison zwischen die Pfosten. Am Spielverlauf änderte sich dadurch freilich nichts, das Drittel blieb am Ende torlos.

Auch zu Beginn des zweiten Spielabschnitts ließ man auf Stuttgarter Seite zunächst nichts anbrennen, konnte den Eisbären sogar zunehmend mehr Spielanteile abringen. Deren Führungstreffer durch Vasilios Maras in der 27. Minute fiel dann, nach der ersten Unsicherheit im Rebels Abwehrverbund, eher überraschend. Der Treffer zeigte jedoch keine große Wirkung, denn am ausgeglichenen Spielverlauf änderte sich zunächst nichts.

Im Bemühen, den Ausgleich zu erzielen, unterlief den Rebels der zweite Abwehrfehler, den Claudio Schreyer in der 32. Spielminute auch prompt verwerten konnte. Schon 40 Sekunden später war das Spiel durch zwei weitere Gegentreffer von Daniel Brendle und Daniel Steinke entschieden. Die Gastgeber hatten die kurzzeitige Verunsicherung auf Stuttgarter Seite eiskalt ausgenutzt. Nach der unmittelbar folgenden Auszeit fand die Mannschaft den verlorenen Faden anscheinend wieder, erarbeitete sich Chancen und verhinderte weitere Offensiverfolge der anrennenden Eisbärenoffensive in diesem Drittel.

Es ist der Mannschaft um Kapitän Tim Becker hoch anzurechnen, dass sie zum letzten Drittel noch einmal mit dem festen Willen aufs Eis kam, weiter um eine Resultatsverbesserung zu kämpfen. Mangelnde Chancenverwertung und ein klasse Torwart im gegnerischen Gehäuse ließen jedoch kein Erfolgsergebnis zu. So musste man sich wieder einmal unter Wert und zu deutlich geschlagen auf den Heimweg machen. Ob sich die Verletzung von Jannis Ersel als derart herausstellen wird, dass die Saison für ihn beendet ist, werden die Untersuchungen in dieser Woche zeigen. Von dieser Seite aus jedenfalls schon einmal beste Genesungswünsche.

Für die Rebels geht es am kommenden Freitag, den 08.02., bereits weiter, wenn die Zweibrücken Hornets zum zweiten Mal in dieser Saison ihre Visitenkarte in der Eiswelt abgeben.

Eisbären Heilbronn – Stuttgart Rebels
4:0 (0:0/4:0/0:0)
1:0 (26:58) Maras (Schreyer/S.Breiter)
2:0 (31:16) Schreyer (S.Breiter/Hare)
3:0 (31:34) Brendle (Kreps)
4:0 (31:56) Steinke (Kreps/Metz)
Strafen: 10 / 10
Zuschauer: 376

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Auf der Website der Stuttgart Rebels finden Sie weitere Informationen.

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