Eishockey: Stuttgart Rebels ertrotzen Punkt in Zweibrücken

Stuttgarter Eishockey-Club muß sich erst im Penaltyschiessen geschlagen geben

EHC Zweibrücken – Stuttgart Rebels  6:5 n.P. (2:1; 1:3; 2:1; 1:0)

(red/PK) Beim Auswärtsspiel am vergangenen Sonntag in Zweibrücken ertrotzten die Stuttgart Rebels bei den dort ansässigen Hornets einen verdienten Zähler. In einem wahren Eishockeykrimi musste man sich dem Favoriten jedoch letztendlich mit 5:6 (1:2; 3:1; 2:1; 0:1) nach Penaltyschiessen geschlagen geben.

Stuttgart Rebels Team 2019/2020 | Foto: Rebels

Stuttgart Rebels Team 2019/2020 | Foto: Rebels

Aufgrund von Verletzungen, Krankheiten und der Sperre von Adrian Sanwald standen Trainer Heiko Vogler nur 14 Feldspieler zur Verfügung. Nicht die allerbesten Voraussetzungen also, um eine Reise nach Rheinland-Pfalz anzutreten. Den ersten Spielabschnitt starteten die Gastgeber erwartungsgemäß mit viel Druck aufs Stuttgarter Gehäuse. Die Rebels gaben sich jedoch zunächst keine Blöße. In der fünften Spielminute war es dann allerdings doch passiert, Fabian Fellhauer nutzte die erste Strafe gegen die Rebels zur Führung. In der 14. Minute dann die nächste Dezimierung des Stuttgarter Kaders. Nachdem ein Gegenspieler an der Bande zu Boden ging und das Spiel zunächst weiterlief, ohne dass der Hauptschiedsrichter eine Strafe gegen Stuttgart angezeigt hatte, meldete in der folgenden Unterbrechung einer der Linienrichter dem Hauptschiedsrichter, einen Stockstich Tim Beckers gesehen zu haben. Dieser wurde sodann mit einer Matchstrafe des Feldes verwiesen. Die sich daraus ergebende Überzahl nutze Vladimir Zvonik zum zweiten Hornissenstich (15.). Einem weiteren Zweibrücker Treffer wurde wegen Abseits die Anerkennung verwehrt, was wohl bereits eine gewisse Vorentscheidung bedeutet hätte. Praktisch mit der Pausensirene gelang Julian Reiss dann der wichtige Anschlusstreffer – die Rebellen schöpften neuen Mut.

Mit dem neugewonnenen Selbstbewusstsein ging man auf Stuttgarter Seite im zweiten Durchgang zu Werke. Die dadurch gewonnenen vermehrten Spielanteile führten in der 26. Spielminute zum Ausgleich durch Nick Govig, der mit seiner Schnelligkeit den Gastgebern immer wieder Probleme bereitete. Die Rebels waren nun wieder im Spiel und die Hornissen sichtlich beeindruckt ob der forschen Spielweise der Rebellen. Und spätestens nach Reiss‘ Führungstreffer (28.) wurde es auch auf den mit knapp 800 Zuschauern besetzten Rängen leiser. Auch auf den Zweibrücker Ausgleichstreffer durch Calvin Engel ( 39.) wusste man eine schnelle Antwort, Nick Govigs zweiter Treffer ließ die Rebellen mit einer Führung in die zweite Pause gehen.

Mit fortschreitender Spielzeit im letzten Drittel merkte man den Rebels die Anstrengungen durch die kräfteraubende Spielweise zunehmend an. Mit dem Mute der Verzweiflung wurde sich den Angriffen der Gastgeber entgegengestellt. Binnen zwei Minuten ab der 48. Spielminute überschlugen sich dann die Ereignisse. Den erneuten Ausgleich durch Stephen Brüstle (48.) konterte Miro Hudak postwendend (49.), doch die Freude hielt nur kurz, Maximilian Dörr konnte erneut ausgleichen (50.). Die beiden darauffolgenden  Strafzeiten überstand man schadlos, um zum Ende des Spiels selbst noch einmal eine Überzahlmöglichkeit zu erhalten. Die Hornissen stellten daraufhin ihre eigenen Bemühungen ein, doch noch den Siegtreffer zu erzielen und so musste die Penaltylotterie schlussendlich die Entscheidung bringen, welche Mannschaft sich den Zusatzpunkt sichern sollte. Mit einem Trickschuss sorgte Marc Lingenfelser beim zehnten Penalty dann für die Entscheidung.

Mit diesem Teilerfolg der weiter personell dezimierten Rebellen hat die Mannschaft ein deutliches Zeichen gesetzt, dass die enttäuschende Heimniederlage vor Wochenfrist gegen die Eisbären Eppelheim ein Ausrutscher war (zum SNordsport-Bericht) und man mit dem entsprechenden Einsatz gegen jeden Gegner der Liga bestehen kann. Dass sich diese Erkenntnis auch in Zählbarem in Form von Punkten niederschlägt, ist das Ziel für das Heimspiel am kommenden Freitag, dem ewig jungen schwäbischen Derby gegen den SC Bietigheim-Bissingen.

EHC Zweibrücken - Stuttgart Rebels  6:5 n.P. (2:1; 1:3; 2:1; 1:0)

Torfolge
1:0          (04:10)  Fellhauer (Zvonik/Schreyer) PP1
2:0          (14:40)  Zvonik (Lingenfelser) PP1
2:1          (19:59)  Reiss (Mauch)
2:2          (25:54)  Govig
2:3          (27:20)  Reiss (Govig/Borchert)
3:3          (38:18)  Engel (Lingenfelser/Spenler)
3:4          (39:44)  Govig (Reiner)
4:4          (47:39)  Brüstle
4:5          (48:44)  Hudak
5:5          (49:36)  Dörr (Werth)
6:5          (60:00)  Lingenfelser PS GWG

Strafen Hornets: 10
Strafen Rebels: 13 + Match für Becker

Zuschauer: 786

Mehr Eishockey auf SNordsport finden Sie hier.

Auf der Website der Stuttgart Rebels finden Sie weitere Informationen.

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