Eishockey: Stuttgart Rebels kassieren Dämpfer bei Zuschauerrekord

Dämpfer für den Stuttgarter Eishockey-Club bei gleichzeitigem Zuschauerrekord

Stuttgart Rebels – EHC Zweibrücken Hornets 3:4 (1:0; 2:1; 0:3)

Impressionen der American Hockey Night vom vergangenen Freitag | Foto: Rebels

Impressionen der American Hockey Night vom vergangenen Freitag | Foto: Rebels

(red/PK) Nach einem erfolgreichen Start ins Jahr mit dem Auswärtssieg beim EC Eisbären Eppelheim am 12.01.2020 (Spielbericht unten) war alles angerichtet. Selbst altgediente Fans mussten lange in ihren Erinnerungen graben, wann sie das letzte Mal ein solches Zuschaueraufkommen in der Eiswelt erlebt hatten. Sage und schreibe 1016 Besucher passierten beim Heimspiel der Stuttgart Rebels gegen den Meisterschaftsfavoriten Zweibrücken Hornets die Stadiontore. Die hoffnungsvollen letzten Ergebnisse der Rebellen, die in Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Amerikanischen-Zentrum initiierte „American Hockey Night“ und das alljährliche Treffen ehemaliger Spieler und Fans aus alten Stuttgarter Eishockeyzeiten sorgten am vergangenen Freitag für einen mehr als würdigen Rahmen. Allein das Endergebnis von 3:4 wollte dabei nicht so recht ins Bild passen.
Das Spiel begann mit einigen Minuten Verspätung, da sich vor dem Kassenhäuschen eine lange nicht gesehene Schlange gebildet hatte. Trotzdem verpasste so mancher Besucher eine drangvolle Anfangsphase der Rebels, welche ihren Gegner zunächst phasenweise in deren Verteidigungsdrittel einschnürten. Der Führungstreffer durch Alexander Funks ersten Treffer für die Rebels (9.) war daher mehr als verdient. Zwar konnten die Gäste in der Folgezeit etwas mehr Spielanteile generieren, ein klares Chancenplus war allerdings auf Stuttgarter Seite zu verbuchen. Allein etwas Zählbares fehlte, ein überragender Steven Teucke im Hornissentor vereitelte selbst klarste Tormöglichkeiten. Mit nur einem Gegentreffer war man dann zur ersten Pausensirene auf Zweibrücker Seite mehr als gut bedient.
Obwohl das Spiel im zweiten Abschnitt insgesamt ausgeglichener verlief, schien Mitte des Drittels der Torknoten bei den Gastgebern endlich zu platzen, ein Doppelschlag von Funk (34.) und Ben Daubner (35.) sorgte für ein vermeintlich beruhigendes Torepolster. Durch die bis dato einzige Nachlässigkeit im zuvor starken Stuttgarter Abwehrverbund begünstigt, sorgte Dustin Bauscher allerdings kurz vor der zweiten Pause wieder für Zuversicht in den Zweibrücker Reihen.
Im letzten Durchgang deutete zunächst nicht viel auf einen veränderten Spielverlauf hin, als in der 44. Minute ein Verlegenheitsschuss von Stephen Brüstle seinen Weg durch Freund und Feind ins Stuttgarter Gehäuse fand. Zwar gab es weiterhin gute Chancen für die Rebels, das Momentum wieder auf ihre Seite zu ziehen, Erfolg war den Versuchen jedoch nicht beschieden. Besser machten es erneut die cleveren Gäste, Bauscher zum Zweiten war mit einem Abstauber zur Stelle. Die Beine wurden nun schwerer in den Rebelsreihen, die nun ihrer zuvor kräfteraubenden Spielweise Tribut zollen mussten. Mit seinem dritten Treffer krönte sich schließlich Dustin Bauscher (51.) zum Matchwinner für die Hornets, die in der verbliebenen Spielzeit den knappen Vorsprung routiniert verteidigten. Somit konnte sich nach dem Spiel nur ein Stuttgarter freuen: Hornetscoach Ralf Wolf, im Stuttgarter Nachwuchs groß geworden, und erst in der vergangenen Woche als neuer Coach in Zweibrücken installiert.

Mit dieser erneuten Heimniederlage gegen einen routinierten und vor dem Tor abgezockteren Gegner, müssen sich die Stuttgart Rebels trotz einer engagierten Vorstellung nun zunächst wieder beim Blick in Richtung Tabellenplatz vier hinten anstellen. Somit kommt dem nächsten Spiel, am kommenden Freitag in der Bietigheimer EGE-Trans-Arena, bereits entscheidende Bedeutung zu, in welche Richtung der Rebellenzug in den letzten Saisonspielen fahren wird. Mit der am Freitag gezeigten Leistung kann man diese Aufgabe dennoch hoffnungsvoll angehen, allein die Chancenverwertung muss dazu besser werden.

Stuttgart Rebels - EHC Zweibrücken Hornets  3:4 (1:0; 2:1; 0:3)

1:0 (08:25) Funk (Matic)
2:0 (33:30) Funk (Martens)
3:0 (34:24) Daubner (Matic)
3:1 (38:47) Bauscher (Schreyer)
3:2 (43:52) Brüstle
3:3 (48:09) Bauscher (Dörr/Radke)
3:4 (50:51) Bauscher (Brüstle)

Strafen Rebels: 8
Strafen Hornets: 12

Zuschauer: 1016

Bericht zum Spiel am 12. Januar 2020

Rebels wieder im Geschäft

EC Eisbären Eppelheim – Stuttgart Rebels  4:6 (0:2; 2:2; 2:2)

Mit einem 6:4-Erfolg beim Auswärtsspiel in Eppelheim demonstrierten die Stuttgart Rebels in einem äußerst fairen Spiel, dass sie im Kampf um die Play-Off-Plätze der Regionalliga Südwest durchaus noch ein Wörtchen mitzureden gedenken.

Impressionen der American Hockey Night vom vergangenen Freitag | Foto: Rebels

Impressionen der American Hockey Night vom vergangenen Freitag | Foto: Rebels

Gegen ersatzgeschwächte Eisbären zeigten die Mannen um Kapitän Tim Becker vom Start weg, dass sie gewillt waren, alle drei Zähler aus dem Eppelheimer Icehouse zu entführen. Die Gastgeber wurden phasenweise im eigenen Drittel eingeschnürt, ein Torerfolg blieb jedoch zunächst verwehrt. Im Laufe des Drittels konnten sich die Eisbären langsam etwas vom Druck befreien und kamen auch zu Torgelegenheiten. Da sich zunächst beide Goalies schadlos hielten, dauerte es bis zur 18. Spielminute, ehe Morgan Reiner einen Konter zur längst überfälligen Führung verwerten konnte. 12 Sekunden vor der Pausensirene sorgte Denis Matic für den 2:0-Pausenstand.
Den Start ins Mitteldrittel konnten die Gastgeber ausgeglichener gestalten, Routinier Marcus Semlow sorgte mit dem Anschlusstreffer (26.) für Sorgenfalten beim Stuttgarter Anhang. Diese wurden nur kurz von Silas Aberts Tor (32.) zerstreut, denn Leon Rausch konnte nur zwei Zeigerumdrehungen später erneut verkürzen. Angefeuert von etwa 20 Supportern besann man sich auf Seiten der Rebellen nun wieder auf die im ersten Drittel gezeigte Vorstellung und konnte durch Tim Becker (37.) den alten Abstand wiederherstellen.
Im Schlussakkord konnte sich zunächst keine Mannschaft große Feldvorteile verschaffen, Morgan Reiner (44.) und Dominik Deuring (47.) konnten dann jedoch recht schnell für eine beruhigende Führung sorgen. Trotz zweier erneuter Treffer der Eisbären durch Marc Brenner (53.) und Daniel Wilhelm (57.) blieb das ganz große Aufbäumen Eppelheims aus, zumal Trainer John Kraiss unverständlicherweise darauf verzichtete, seinen Goalie frühzeitig vom Eis zu nehmen.
Somit konnte man in einem Spiel, in dem beide Fanlager trotz der geringen Zuschauerzahl für echte Eishockey-Atmosphäre sorgten, verdient drei Punkte in die Eiswelt mitnehmen und sich im Kampf um die Play-Offs wieder in Position bringen. Die auswärts gezeigten Leistungen und Ergebnisse wollen Coach Christopher Mauch und seine Mannschaft nun  beim Heimspiel gegen den Meisterschaftsfavoriten aus Zweibrücken bestätigen.

EC Eisbären Eppelheim - Stuttgart Rebels  4:6 (0:2; 2:2; 2:2)

0:1 (17:20) Reiner (Eisele/Willer)
0:2 (19:48) Matic (Govig)
1:2 (25:24) Semlow (Pister)
1:3 (31:49) Abert (Becker)
2:3 (33:31) Rausch (Haas/Sawicki)
2:4 (36:07) Becker (Abert/Deuring)
2:5 (43:42) Reiner (Eisele)
2:6 (46:36) Deuring (Becker/Abert)
3:6 (52:12) Brenner, M. (Haas/Sawicki)
4:6 (56:23) Wilhelm (Frey)

Strafen Eppelheim: 6
Strafen Rebels: 2

Zuschauer: 85

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Auf der Website der Stuttgart Rebels finden Sie weitere Informationen.

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