Faustball TV Stammheim: Nichts zu holen gegen den Meister

(red/TVS) Gegen den Meister gab es nichts zu holen, da tröstet die Stammheimer auch ein 3:0 über den TV Neugablonz kaum. Es war ohnehin schon eine gewagte Rechnung, die der TV Stammheim beim Blick auf den letzten Spieltag der Saison gemacht hatte. Ein Sieg über den Spitzenreiter und ein Patzer Augsburgs in zwei Wochen – und es hätte klappen können mit dem zweiten Platz.

Doch schon Teil Eins dieser Rechnung ging nicht auf, denn der TV Unterhaugstett, der sich somit zum ungeschlagenen Meister der Liga kürte, war an diesem Tag nicht zu schlagen. Im ersten Spiel hatte Stammheim schon einige Mühe mit Aufsteiger TV Neugablonz. Durch einen schlafmützigen Start und einen Gegner, der einige Male toll punktete, sah sich Stammheim schnell im Rückstand und musste bis zum Satzende die Aufholjagd betreiben. Immerhin glückte diese knapp beim 13:11 Satzerfolg.

Auch im zweiten Satz ließ Stammheim zahlreiche Chancen ungenutzt und hielt den Gegner im Spiel, erneut gab erst das knappe Satzfinish beim 11:9 den Ausschlag zugunsten des TVS.

Erst im dritten Satz zog Stammheim die Zügel merklich an und brachte durch ein 11:4 den 3:0 Spielgewinn in trockene Tücher.

Nachdem sich Unterhaugstett im zweiten Spiel des Tages gegen die Bayern ähnlich schwer getan hatte, seine drei Sätze jeweils nur mit 11:9 gewann und einen sogar mit 13:15 dem Gegner überlassen musste, schien es tatsächlich, als gäbe es für Stammheim im abschließenden Topduell etwas zu holen.

Maximilian und Christian Gayer am letzten Saisonspieltag für die Stammheimer Herren I | Foto: TVS / Frank Weller

Maximilian und Christian Gayer am letzten Saisonspieltag für die Stammheimer Herren I | Foto: TVS / Frank Weller

Unterhaugstett aber zeigte sich gegen den TVS wie ausgewechselt. Die ersten beiden starken Angriffe von Max Gayer entschärfte die TVU-Defensivreihe mit individuellen Glanzleistungen und setzte gleich ein wichtiges Zeichen.

Durch das gesamte Spiel hindurch agierte der Tabellenführer aus sattelfester Abwehr und mit einem glänzend aufgelegten Michael Ochner, der die zahlreichen Vorlagen seiner Teamkollegen in Serie druckvoll verwandelte.

Stammheim selbst zeigte keine Topleistung, sondern spielte nur – wie schon vorher gegen Neugablonz – eine durchschnittliche Partie, und war somit niemals in der Lage, das Geschehen ausgeglichen zu gestalten: 5:11, 5:11, 3:11 lauteten die klaren Satzergebnisse, die einen Schlussstrich unter die Stammheimer Aufstiegsspiel-Träume setzten.

Vorerst steht der TVS zwar auf dem zweiten Tabellenplatz, in seinen Spielen gegen die beiden designierten Absteiger Segnitz und Stammheim 2 hat Augsburg natürlich beste Chancen doppelt zu punkten und sich Platz zwei zurück zu erobern.

Die Bilanz der Saison fällt für Spielertrainer Alwin Oberkersch dennoch positiv aus. „In dieser starken Liga war das Erreichen der Aufstiegsspiele von Anfang an ein hochgestecktes Ziel. Wir haben die Konkurrenten aus Waldrennach und Augsburg jeweils einmal geschlagen und in einigen Partien hervorragenden Faustball gespielt. Mit der Entwicklung meiner Mannschaft bin ich sehr zufrieden. Beginnend mit der wohl besten Vorbereitung aller Zeiten in Brasilien, konnten alle Spieler seit März einen klaren Schritt nach vorne machen, auch wenn der letzte Spieltag eher magere Kost war anstatt das I-Tüpfelchen.“

Mehr Faustball auf SNordsport finden Sie hier.

Weitere Infos gibt es auf der Website der Faustballer/innen des TV Stammheim.

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