Fußball: 100 Jahre Schiedsrichtergruppe Stuttgart

Jubiläum mit Pfiff – Herbert Fandel beim Festakt in Untertürkheim dabei!

(red/HM) Diese „Ball-Aktion“ braucht keinen Videobeweis! Stuttgarts Fußball-Schiedsrichter haben am Samstag, 25. November, die Sängerhalle in Untertürkheim als Schauplatz für ihre Feierlichkeiten gewählt. Anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Schiedsrichtergruppe Stuttgart, der Ersten in Württemberg, wird ein stimmungsvoller Jubiläumsball mit Pfiff erwartet.

Feiner Zwirn statt modisches Referee-Outfit: Man darf gespannt sein, welche Figur die Bundesliga-Schiedsrichter Markus Schmidt und Martin Petersen, sowie die Assistenten Markus Sinn (1. Bundesliga) und Asmir Osmanagic (2. Liga) auf der Tanzfläche abgeben werden. Sportlich fitte Frauen als Partner bei Walzer, Tango und Discofox stehen in der aktuell 366 Unparteiische zählenden Stuttgarter Schiedsrichter-Gemeinschaft ausreichend parat: Für den einen oder anderen Tipp von der aus Echterdingen stammenden Erstliga-Schiedsrichterin Melissa Joos sind Ülfet Car und Diana Ehmig, Assistentinnen in der 1. bzw. 2. Frauen-Bundesliga, sicherlich auch auf der Tanzfläche dankbar.

Ob Herbert Fandel wohl die Rumba-Rolle drauf hat? Der Vorsitzende der Schiedsrichter-Kommission des Deutschen Fußball-Bundes hat sein Kommen zu dem Unterhaltungsabend mit Tombola ebenso zugesagt, wie Matthias Schöck, der Präsident des Württembergischen Fußballverbands. Klar wird im Rahmen des Festakts von den aktuell 18 Stuttgarter Schiedsrichter-gespannen von der Bundesliga der Frauen, über die 2. Liga und 3. Liga der Männer und auf Amateurebene bis runter zur Landesliga Württemberg die Rede sein. In rund 7.500 Fußballspielen pro Saison zeichnen auf DFB- und Württemberg-Ebene Unparteiische aus der Landeshauptstadt und Umgebung Woche für Woche verantwortlich.

Gespannt sein darf man auf die Wortwechsel unweit des Neckars zwischen SWR-Moderator Johannes Seemüller und den Funktionären Helmut Geyer (Vorsitzender der SR-Ausschuss des Süddeutschen Fußballverbandes), Guiseppe Palilla (Vorsitzender des SR-Ausschusses des wfv), dem Stuttgarter Bezirksvorsitzenden Harald Müller (u.a. Schiedsrichter-Lehrwart) sowie Günther Kuhnigk, dem Leiter des Amts für Sport und Bewegung der Stadt Stuttgart.

Erfolgreiche Schiedsrichter aus der Schwabenmetropole haben Tradition: Ab den Sechzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts sorgten Namen wie der von DFB- und FIFA-Schiedsrichter Rudolf Kreitlein für Furore. Der in Fürth geborene Schneidermeister, der 2012 in Stuttgart im Alter von 93 gestorben ist, gilt zusammen mit Ken Aston als Erfinder der Gelben und Roten Karte. Kreitlein war für die Fußball-WM 1966 in England nominiert worden, leitete im Mutterland des Fußballs zwei Begegnungen. Weitere erfolgreiche Stuttgarter Schiedsrichter: Fritz Seiler, Horst Joos, Dieter Walheim, Wolfgang Schweickhardt, Hans Wolf, Christoph Bicheler und Jan Salver. In Stuttgarts Schiedsrichtergruppe hat Dr. Peter Schreiner, seit 2005 der Vorsitzende, mit seinem Festkomitee einen bunten Programm-Mix auf die Beine gestellt: „Auf dem Platz zählt für uns, stets ein wachsames Auge zu haben und blitzschnell Entscheidungen zu treffen. Jetzt wollen wir mit dem 100er-Jubiläum zeigen, dass wir auch gebührend feiern können. Ich bin stolz auf die gesamte Gruppe.“

„Runter vom Feld“ müssen Stuttgarts 246 Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter über 18 Jahre, sowie die zahlreichen Ballgäste in der Nacht zum (auf Amateurebene) spielfreien Totensonntag erst weit nach 2 Uhr in der Früh – ohne Rote Karte!

Alle SNordsport-Artikel zum Thema Fußball.

Weiter zur Vereinswebsite des wfv.

Share this:
Tags:

Kommentar schreiben

Hier können Sie einen Kommentar zu diesem Artikel abgeben. Ihr Kommentar wird von uns geprüft und dann freigegeben. Bitte geben Sie auch einen Namen und eine Email-Adresse an*

n/a