Info zum Ringkampfsport

Ringen bei der SG Weilimdorf (Foto: SGW)
Ringen bei der SG Weilimdorf (Foto: SGW)

Geschichte des Ringkampfes

Der Ringkampf ist eine der ältesten Sportarten. Es gibt 5000 Jahre alte Zeugnisse von sportlichem Ringen nach bestimmten Griffregeln aus China.
Aber auch in Ägypten fand man 4000 Jahre alte Wandmalereien, die Ringer beim Ziehen bestimmter Griffe zeigen. Von dort fand das Ringen nun seinen Weg nach Griechenland, wo es rund 700 v. Chr. zum Bestandteil des Fünfkampfes der antiken olympischen Spiele wurde. Die antiken Olympioniken rangen im freien Stil und durften keine gefährlichen Griffe ansetzen. Sie kämpften stehend und die Regeln erklärten den zum Sieger, der den Gegner dreimal zu Boden gerungen hatte. Im alten Rom aber verrohte der Ringkampf. So mussten Sklaven unter Vernachlässigung von Regeln in den Arenen um ihr Leben kämpfen. Später dann, unter Kaiser Theodosius (379-395 n. Chr.), wurde der Ringkampf in Rom verboten. Um 400 – 100 v. Chr. wurde das Ringen von den Kelten in einem Teil Europas verbreitet und von den Germanen, dem Stammvolk der Deutschen, aufgenommen. Erste bildliche Belege des Ringkampfes in Deutschland stammen aus dem Mittelalter in der Zeit zwischen 1471 und 1528. Unter anderen hat Albrecht Dürer solche Bilder gemalt.

Indessen entwickelten sich in Asien, insbesondere in Japan, Korea und China eigene ringerische Kampfarten zur Selbstverteidigung, von denen heute vor allem Judo, Jiu-Jitsu und Karate bekannt geworden sind. Eine sehr wichtige Erkenntnis ist die, dass alle Kampfsportarten – Boxen, Fechten, Ringen – asiatische Entsprechungen haben, sich aber von diesen völlig unabhängig entwickelten.

Im Ringen unterscheidet man heute zwei Stilarten: das griechisch-römische Ringen und das Freistilringen. Kurioserweise hat der sogenannte griechisch-römische Stil mit den Kampfformen der Antike nichts zu tun, denn er ist überwiegend Bodenkampf. Dieser klassische Stil entwickelte sich Mitte des 19. Jahrhunderts in Italien und Frankreich. Dagegen lehnt sich das in England entwickelte Freistilringen an die antiken Ringkämpfe an, die zum Ziel hatten, den Gegner aus dem Stand heraus auf den Boden zu bringen und unter Kontrolle zu halten.

Weitere Infos zum Ringen auf der Website der SG Weilimdorf

Quelle: Frank Gogel (SG Weilimdorf / Abteilung Ringen)

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