31.01.2019

Judo: Erhofftes „Sixpack“ für Katharina Menz

Erhofftes „Sixpack“ für Katharina Menz und dazu sechs weitere Medaillen für den Ausrichter WJV

Bericht zur Deutschen Judo-Einzelmeisterschaft der Frauen und Männer

(red/wjv) Mit insgesamt sieben Medaillen holte der Württembergische Judo-Verband (WJV) bei den Deutschen Judo-Einzelmeisterschaften (DM Judo) der Frauen und Männer in der SCHARRena Stuttgart zwar zwei Plaketten mehr als 2018 an gleicher Stätte, doch während es im Vorjahr drei Titel und zwei Silbermedaillen für den Ausrichter gab, konnte diesmal nur Katharina Menz mit Gold glänzen.

Katharina Menz (TSG Backnang/Zweite von links) - nun sechsmalige Deutsche Meisterin der Frauen in der Gewichtsklasse bis 48 kg | Foto: wjv/Nesper

Katharina Menz (TSG Backnang/Zweite von links) – nun sechsmalige Deutsche Meisterin der Frauen in der Gewichtsklasse bis 48 kg | Foto: wjv/Nesper

Darüber hinaus holten die WJV-Judoka zwei Silbermedaillen und viermal Bronze. Der Badische Judo-Verband (BJV), mit den Württembergern in der ARGE Baden-Württemberg verbunden, durfte über jeweils einen Titelgewinn, einmal Silber und einmal Bronze jubeln. Die Zuschauer sahen in der an beiden Tagen sehr gut besuchten SCHARRena in den 14 Gewichtsklassen durchweg hochklassige und spannende Finalkämpfe.
Die 28-jährige Backnangerin Katharina Menz sicherte sich am Samstag in der Klasse bis 48 Kilogramm zum sechsten Mal in Folge den Titel und erfüllte sich damit – „aus dem Training heraus“ – ihren Traum. Erfreulich: Mit Helena Grau (18) gewann eine weitere Kämpferin der TSG Backnang bei ihrer zweiten Teilnahme an den „Deutschen“ die Bronzemedaille. „Ich wollte mehr erreichen als im vergangenen Jahr, und das ist mir gelungen. Ich freue mich riesig!“ Die Schülerin an der Johann-Friedrich-von-Cotta-Schule in Stuttgart war 2018, ebenfalls in der SCHARRena, Siebte geworden.

Menz und Grau setzten eine erstaunliche Reihe fort: Die TSG Backnang war in der untersten Gewichtsklasse der Frauen schon immer glänzend vertreten, denn Michaela Semsch geborene Baschin, mischte hier bereits in früheren Jahren in der Weltspitze mit und holte neben vier Deutschen Meisterschaften jeweils Bronzemedaillen bei der U20 (2003) sowie bei den Aktiven (2006, 2009). Höhepunkt ihrer Karriere waren Teilnahmen an Welt- und Europameisterschaften sowie an den Olympischen Spielen 2008 in Peking. Heute ist die 34-Jährige Grundschullehrerin in Regensburg, hat aber immer noch sehr gute Kontakte in die Judoszene. „Den Organisatoren möchte ich ein großes Kompliment aussprechen, sie haben eine tolle Veranstaltung auf die Beine gestellt“, so ihre Einschätzung der DM. „Es ist ein schönes Gefühl, hier in die Halle zu kommen, alles läuft super und wie ein Uhrwerk, und den Sportlern macht es Spaß, sie fühlen sich gut aufgehoben.“

Gerd Lamsfuß (Backnang) zog für das Organisations-Trio, zu dem noch Frank Müller (Nürtingen) und WJV-Geschäftsführer Thomas Schmid (Waiblingen) gehören, ebenfalls ein positives Fazit: „Wir wollten eine schöne Veranstaltung machen, bei der die Sportler und die Zuschauer abends zufrieden aus der Halle gehen.“ Er lobte die Zusammenarbeit mit dem WJV, „der bereit war, mit uns auch neue Wege zu gehen“. Zur sportlichen Bilanz betonte er: „Man darf nicht nur die Anzahl der Medaillen berücksichtigen, weil der Zeitpunkt der DM nicht immer ideal ist und manche Judoka voll aus dem Training kommen. Uns ist ganz wichtig, dass der internationale Anspruch stimmt und die Aktiven wissen, was noch zu tun ist.“

Thomas Schmid ergänzte, „dass die Zusammenarbeit mit der Stadt Stuttgart, dem Amt für Sport und Bewegung und den Mitarbeitern in der SCHARRena super geklappt hat und wir jede mögliche Unterstützung bekommen haben“. Und er dankte den rund 250 freiwilligen Helferinnen und Helfern, „die unglaubliche Leistungen vollbracht haben – sie haben einen sehr großen Teil zum Erfolg der Veranstaltung beigetragen“.

Martin Bobert (Waiblingen) zeigte sich mit der zweiten Auflage der DM nach 2018 sehr zufrieden: „Man hat bei der ganzen Organisation gemerkt, dass alles schon eingespielt ist. Die Verantwortlichen hatten alles bestens im Griff und es gab, bis auf die Sonneneinstrahlung am Sonntagvormittag, keine Probleme.“ Der Präsident des Württembergischen Judo-Verbandes freute sich besonders darüber, „dass ich dem Stuttgarter Sportbürgermeister Dr. Martin Schairer den Judosport nahebringen konnte, seine Resonanz war sehr positiv“.

Medaillen für den Württembergischen Judo-Verband:
Gold: Katharina Menz (TSG Backnang/bis 48 kg).
Silber: Anna-Maria Wagner (KJC Ravensburg/bis 78 kg), Alina Röhm (Judozentrum Heubach/bis 70 kg).
Bronze: Helena Grau (TSG Backnang/bis 48 kg); Lea Schmid (Judozentrum Heubach/bis 78 kg); Fabian Häßner (VfL Sindelfingen/bis 60 kg); Lukas Klemm (VfL Sindelfingen/bis 60 kg).

Medaillen für den Badischen Judo-Verband:
Gold: Verena Thumm (TV Mosbach/bis 52 kg).
Silber: Sappho Özge Coban (Budo Klub Karlsruhe/bis 57 kg).
Bronze: Philip Müller (TV Heitersheim/bis 73 kg).

Weitere Informationen unter www.wjv.de/dm2019.html beziehungsweise ergebnisse.judobund.de

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Weiter zur Website des WJV.

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