03.07.2019

Judo: Licht und Schatten bei den European Games in Minsk

(red/wjv) Kein Plätzchen auf dem Podium und damit auch kein Edelmetall gab es für die vier Starter des Judo Top-Teams Baden-Württemberg bei den 2. European Games verschiedener Sportarten vergangene Woche in Minsk (Weißrussland). Am besten schnitt mit dem fünften Rang noch Sappho Coban (BC Karlsruhe/-57 kg) ab, die in der Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm den fünften Platz belegen konnte. „Das war richtig schade, denn sie hatte gegen die spätere Europameisterin Daria Mezhetskaia aus Russland in einem sehr engen Kampf verloren und ein tolles Turnier bestritten“, blickte der leitende Judo-Landestrainer Baden-Württemberg, Mirko Grosche (Flein), mit leichter Wehmut zurück.

Der Judo-Weltverband (IJF) hatte die European Games sowohl als Europameisterschaften als auch als Olympiaqualifikation für Tokio 2020 ausgeschrieben. Anna-Maria Wagner (KJC Ravensburg) wurde in der Klasse bis 78 Kilogramm Siebte, „sie stand bei den letzten fünf Turnieren jeweils im Finale und konnte in der Trostrunde gegen die spätere Bronzemedaillengewinnerin aus dem Kosovo, Lorina Kuku, an diesem Tag ihre Top-Leistung leider nicht auf die Matte bringen“, bedauerte Grosche.

Der Einsatz von Sven Heinle (SV Fellbach/+100 kg) war lange fraglich, er hatte sich Ende Mai beim Weltcup-Turnier in Baku (Aserbeidschan) eine Verletzung am Ellbogen zugezogen. Jetzt kam in Minsk gegen den Österreicher Stephan Hegyi das „Aus“ in Runde zwei, nachdem er zunächst Aliaksandr Vakhaviak (Weißrussland) bezwungen hatte. „Sven war nicht im Vollbesitz seiner Kräfte“, relativierte Mirko Grosche dessen Abschneiden.

Archivbild: Katharina Menz (li.) von der TSG Backnang | Foto: wjv

Archivbild: Katharina Menz (li.) von der TSG Backnang | Foto: wjv

In seinem persönlichen Fazit meinte der Fellbacher: „Ich bin gar nicht so enttäuscht, wie man vielleicht meinen könnte“, zumal sein deutscher Konkurrent auf dem Weg nach Tokio, Johannes Frey (Düsseldorf), bereits in der ersten Runde ausschied, und Heinle deshalb in der Qualifikationsrangliste auf ihn sogar noch Punkte gutmachen konnte. Bei Olympia darf pro Nation in jeder Gewichtsklasse lediglich ein Judoka teilnehmen.

Die sechsmalige Deutsche Meisterin Katharina Menz (TSG Backnang/-48 kg) schied gegen die Portugiesin Maria Siderot schon in Runde eins aus, „die liegt ihr vom Kampfstil nicht – Katharina kann eindeutig mehr“, bilanzierte der Landestrainer.

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