Roller Derby: Entscheidung in letzter Minute

Roller Derby Bundesliga: Last Minute Niederlage in München

Stuttgart verliert mit nur einem Punkt gegen Tabellen-Ersten München in der Roller Derby Bundesliga

(red/rg) Bereits im Vorfeld war klar: es wird kein Leichtes Auswärtsspiel. In dieser Saison steht das Team Munich Dynamite vom TSV 1860 München an der Tabellenspitze der Roller-Derby-Bundesliga. Doch die Stuttgart Valley Rollergirls (MTV Stuttgart) kamen gut ins Spiel und so lieferten sich die beiden Mannschaften am vergangenen über 60 Minuten ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen, das erst in der letzten Minute seine Entscheidung fand.

Die Rollergirls beim Spiel in München (Foto: Frieder Kesch)

Die Rollergirls beim Spiel in München (Foto: Frieder Kesch)

Wie ausgewogen das Kräfteverhältnis war, zeigte sich von Beginn an. Nach zehn Minuten führten die Gastgeberinnen mit 20:17, nur um fünf Minuten später mit 29:39 wieder hinten zu liegen. Stuttgart war mit zwölf Spielerinnen gut aufgestellt und hatte mit Polly Purgatory, Maidi on Skates, Catrina del Muerte und Neuzugang Mel Burn, die erstmals für das Bundesliga-Team an den Start ging, vier Jammer dabei. „Wir konnten damit gut auf Münchens Taktik und die unterschiedlich starken Jammer reagieren“, sagt Coach Chibi Chibster, die in der Stuttgart Defense am Samstag stark agierte. „Um es unseren Jammern leichter zu machen, haben wir das gesamte Spiel über eine starke Dreier-Defense gesetzt und eine Offense Spielerin für unsere Jammerin abgestellt“, sagt Chibster zur Taktik. So gelang es den Stuttgarterinnen bis zur Halbzeit gut im Spiel zu bleiben und München nur einen kleinen Vorsprung zu gewähren. In die Pause trennte man sich mit 79:77.

Vor allem dank ihrer starken Defense gelang es Stuttgart im ersten Drittel der zweiten Halbzeit einen kurzzeitigen Dämpfer zu verpassen. Stuttgarts Walls hielten die Münchner Punktemacherinnen hinter sich und so konnten die eignen Jammer Punkt um Punkt einen Vorsprung bis auf 103:125 ausbauen. Bequem war diese jedoch keinesfalls, denn München gelang die Aufholjagd dennoch und schaffte es, 4.30 Minuten vor Schluss einen Gleichstand herauszuspielen und so hieß es plötzlich 147:147.

Die Entscheidung sollte im finalen Jam fallen. Es stand 153:155 und sah zunächst so aus, als würden die Stuttgartertinnen das Ding nach Hause holen. Die Besucherinnen holten den Lead-Jammer-Status, doch gerade als Stuttgarts Jammer zum Punkten ansetzte, erwischte sie eine gegnerische Blockerin unglücklich, holte sich einen Backblock und musste eine 30-sekündige Strafe absitzen. Damit lief der letzte Jam über volle zwei Minuten. Unglücklich für Stuttgart, dass seine Punktemacherin sich eine zweite Zeitstrafe einfing und damit die Hälfte der Zeit nicht auf dem Feld war. Stuttgarts Defense hielt zwei Minuten stark, konnte die entscheidenden letzten Punkte aber nicht mehr verhindern. Mit 163:162 verteidigen die Münchnerinnen damit die Tabellenspitze und Stuttgart muss zum ersten Mal um den Verbleib in der 1. Bundesliga bangen.
Für Trainerin Chibster hatte das Schwächeln in der zweiten Hälfte vor allem eine Ursache: „In der zweiten Halbzeit hatten wir leider viele Zeitstrafen. So fehlte für unsere Jammer häufig die Offense und das führte in manchen Jams zu einer schwächeren Defense.“ Mit der Leistung ihres Teams zeigt sie sich dennoch zufrieden.

Für Stuttgart spielten:
Chibi Chibster, Public Enemy, Karaman, Teaze the Tiger, Foxy Beast, Mel Burn, Maidi on Skates, Catrina del Muerte, Polly Purgatory, Pogo Galore, Hella Wahnsinn, Ellie Minate

Mehr Berichte von den Rollergirls gibt es hier auf der Website von SNordsport.

Weitere Infos gibt es auf der Website der Rollergirls.

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