Schach: 24. Stuttgarter Schachmeisterschaft stark umkämpft

Drei Großmeister an der Spitze

(red/JH) Traditionsgemäß wurde die Internationale Stuttgarter Stadtmeisterschaft am Himmelfahrtswochenende in der Stadthalle Ditzingen ausgetragen. Veranstalter waren wieder die Schachabteilungen des SSV Zuffenhausen und der TSF Ditzingen sowie der Schachverein Stuttgart-Wolfbusch. Die Mitspieler waren entsprechend ihren Wertungszahlen in 3 Turniere (A, B und C) aufgeteilt. Bei schönem Wetter und in gewohnt angenehmer Atmosphäre traten insgesamt 302 Teilnehmer an, darunter 11 Spielerinnen.

In den Turnieren waren an dreieinhalb Tagen 7 Runden zu absolvieren, wobei ab der 2.Runde grundsätzlich punktgleiche Spieler aufeinander trafen. Die Bedenkzeit betrug für jeden Teilnehmer pro Partie 2 Stunden für 40 Züge plus 30 Minuten für die Restpartie. Die ausgelobten Preisgelder lagen bei 7500€.

Die stärksten Spieler durften im A-Turnier antreten, in welchem es auch um die Hauptpreise ging. Unter den 93 Teilnehmern waren 5 Großmeister (GM) und 9 Fidemeister (FM) sowie zahlreiche sonstige starke Spieler aus Baden-Württemberg und darüber hinaus. Favoriten waren natürlich die Großmeister. Von diesen hatten der aus der Ukraine stammende Andrey Sumets (SF Lilienthal), Jan-Christian Schröder (SV Hofheim/Taunus) und Vyacheslav Ikonnikov (SF Bad Mergentheim) das Stuttgarter Turnier jeweils schon früher einmal gewonnen. Die polnischen GM Grzegorz Nasuta und Rafal Antoniewski wurden aber gleichermaßen hoch eingeschätzt.

Im Turnierverlauf gab es viele umkämpfte Auseinandersetzungen mit manch unerwarteten Ergebnissen. Für die Favoriten wurde es ab der 4.Runde, als die Großmeister aufeinander trafen, richtig ernst. In dieser Runde unterlag Ikonnikov gegen Sumets und Schröder siegte gegen Antoniewski. GM Nasuta erreichte gegen Matthias Becker (BG Buchen) nur remis.

V.l.n.r.: Grzegorz Nasuta, Andrey Sumets und Jan-Christian Schröder | Foto: privat

V.l.n.r.: Grzegorz Nasuta, Andrey Sumets und Jan-Christian Schröder | Foto: privat

Hiernach lagen Sumets und Schröder mit 4 Punkten allein an der Spitze. Die beiden trafen in Runde 5 aufeinander und trennten sich bald friedlich. Von den Verfolgern gewann FM Enis Zuferi (SV Heilbronn) überraschend gegen Ikonnikov und FM Daniel Morgunov aus Österreich besiegte Becker. Damit hatten Zuferi und Morgunov zu den beiden Tabellenführern aufgeschlossen.

In der Vorschlussrunde ergaben die Paarungen Sumets gegen Zuferi und Schröder gegen Morgunov jeweils Unentschieden. Dadurch stießen drei siegreiche Spieler aus dem Verfolgerkreis, GM Nasuta, FM Ciolek und Thilo Kabisch (SK Schmiden/Cannstatt) mit ebenfalls 5 Punkten zur Spitze vor. In der letzten Runde wurde Kabisch von Sumets überspielt, während die weiteren Spitzenpaarungen unentschieden endeten. Hiernach stand GM Sumets mit 6 Punkten als verdienter Turniersieger und Gewinner des Hauptpreises von 1000 € fest.

Hinter ihm erreichten sieben Spieler 5,5 Punkte, unter den Punktgleichen landeten Schröder und Nasuta mit den besten Wertungen gemeinsam auf den Platz 2 vor Zuferi, D. Morgunov, Becker, Igor Neyman (Stuttgarter SF) und Ciolek. Mit 5 Punkten folgten dahinter u.a. die GM Ikonnikov und Antoniewski.

Das B-Turnier umfasste 128 Teilnehmer und verlief ebenfalls sehr spannend. Verdienter Sieger mit 6,5 Punkten wurde der auf Rang 10 gestartete Stephan Kaufhold (SC Böblingen) vor den beiden Topgesetzen Dietmar Fischer (6 Punkte, SC Böblingen) und Stefan Jantos (5,5 Punkte, SF Oeffingen). Auf den Plätzen 4 bis 15 landeten 12 Spieler mit je 5 Punkten, davon mit bester Wertung Stefan Aubel (SSV Zuffenhausen) auf Rang 4.

Im C-Turnier traten 81 Konkurrenten an. Hier wurde Victor Schmidt (SK e4 Gerlingen) seiner Favoritenrolle gerecht und siegte mit 6,5 Punkten. Zweiter mit 6 Punkten wurde der Vorjahressieger Benjamin Ropertz (TSF Ditzingen) vor 3 Spielern mit 5 Punkten.

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Mehr über die Stuttgarter Stadtmeisterschaft finden Sie hier.

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