Schach: Stuttgarter Stadtmeisterschaft mit Überraschungen

Schach: Thilo Kabisch schlägt Großmeister und belegt Platz 2

Stuttgarter Stadtmeisterschaft im Schach mit überraschenden Ergebnissen
Ausrichter SSV Stuttgart-Zuffenhausen, TSF Ditzingen und SV Stuttgart-Wolfbusch mit gelungenem Turnier

(red/JH) An der 23. Internationalen Stuttgarter Stadtmeisterschaft nahmen am Himmelfahrtswochenende 290 Spielerinnen und Spieler teil. Diese kamen meist aus Baden-Württemberg, aber auch aus anderen Bundesländern und dem Ausland.

Eindrücke der 23. Internationalen Stuttgarter Schachmeisterschaft | Foto: SVW

Eindrücke der 23. Internationalen Stuttgarter Schachmeisterschaft | Foto: SVW

Die Teilnehmer kämpften in der Ditzinger Stadthalle in drei nach der nominellen Spielstärke zusammengesetzten Turnieren (A, B und C) um Preisgelder in Höhe von insgesamt ca. 7000 € und um Wertungspunkte. Dabei absolvierten sie in dreieinhalb Tagen jeweils sieben Spielrunden (Partien).

Im A-Turnier, für das der größte Teil des Preisfonds ausgelobt war, traten 85 Spieler an. Bei den weitaus meisten von ihnen handelte es sich um starke Amateure neben einigen Berufsspielern. Immerhin 9 Konkurrenten trugen Meistertitel des internationalen Schachverbandes FIDE, darunter die vier Großmeister (GM) Maxim Turov, Dmitry Kryjakvin, Vacheslav Ikonnikov und Nikita Maiorov. Diese Meisterspieler waren klare Favoriten für den Turniersieg und die weiteren vorderen Plätze.
Die ersten drei Runden verliefen bis auf einige Überraschungen im Mittelfeld ziemlich planmäßig. Dies änderte sich ab der 4. Runde, weil die Großmeister nun auch gegeneinander sowie gegen starke andere Konkurrenten anzutreten hatten. Nach Runde 6 stand GM Turov mit 5,5 Punkten allein an der Tabellenspitze und damit kurz vor dem Turniersieg. Dahinter folgten mit einem halben Punkt Rückstand 3 Spieler, darunter Enis Zuferi (Heilbronner SV) und Thilo Kabisch (SK Schmiden-Cannstatt).
In der letzten Runde sorgte Kabisch, auf Setzplatz 10 gestarteter kampfstarker Oberligaspieler, mit Weiß gegen Spitzenreiter Turov für eine große Überraschung. Turov öffnete ohne Not seine Königsstellung, was ihm erhebliche positionelle Schwächen eintrug. Diese nützte der erfahrene Kabisch gekonnt aus, worauf sein Gegner nach 34 Zügen wegen Materialverlusten aufgab. In der anderen Spitzenpaarung hielt sich Zuferi gegen GM Kryakvin lange gut, unterlag dann aber in einem Bauernendspiel. Hiernach lagen Kryakvin und Kabisch mit je 6 Punkten an der Spitze. Dank besserer Wertung wurde der erstgenannte Turniersieger und erhielt das Preisgeld von 1000 €. Auf den Plätzen 3 bis 5 landeten die GM Turov, Maiorov und Ikonnikov vor einer breiten Phalanx von Teilnehmern aus Baden-Württemberg.

Eindrücke der 23. Internationalen Stuttgarter Schachmeisterschaft | Foto: SVW

Eindrücke der 23. Internationalen Stuttgarter Schachmeisterschaft | Foto: SVW

Im B-Turnier ging es unter den 129 Teilnehmern ebenfalls spannend zu, ehe alle Entscheidungen gefallen waren. Mit 6 Punkten siegte hier der Mitfavorit Stefan Jantos (SF Oeffingen) punktgleich nach Wertung vor der überraschend stark aufspielenden U14 – Jugendlichen Vitalia Khamenya (SK Gräfelfing). Auf Platz 3 platzierte sich ebenso überraschend Moritz Dallinger (SV Stuttgart-Wolfbusch), der 5,5 Punkte erreichte und unter 7 Punktgleichen die beste Wertung aufwies.

Auch im C –Turnier hatten mit Christoph Ropertz und Marton Arvai (TSV Münchingen) unter 77 Teilnehmern am Ende zwei Spieler 6 Punkte auf dem Konto. Wertungsbester war Ropertz. Auf die Folgeplätze kamen mit je 5,5 Punkten Mark Jüttner (SpVgg Rommelshausen) und Johannes Rappazzo (Zürich).

Im kommenden Jahr wollen die Veranstalter (SSV Zuffenhausen, TSF Ditzingen und SV Stuttgart-Wolfbusch) die 24. Stuttgarter Stadtmeisterschaft wieder am Himmelfahrts-Wochenende durchführen.
Einzelheiten zu den Turnieren können der Turnierseite www.stuttgarter-stadtmeisterschaft entnommen werden.

Mehr Schachsport auf SNordsport gibt es hier.

Weiter zur Website des SV Wolfbusch.

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