Tanzen GOC: Balan/Moshenska verteidigen GOC-Titel im Swarowski Grand Slam

Lokalmatadore aus Pforzheim dominieren Latein-Turnier – Bremer Imametdinov/Bezzubova holen Silber – Noch sechs deutsche Medaillen

(red/HB) Gold und Silber zum Abschluss der 33. German Open Championships: Marius-Andrei Balan und Khrystyna Moshenska drückten mit der Titelverteidigung dem Swarowski GrandSlam Latein im Stuttgarter Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle (KKL) ihren Stempel auf.

Die Lokalmatadore vom Schwarz-Weiß-Club Pforzheim wurden in ihrem „Wohnzimmer“ Beethovensaal für ihren zweiten Sieg im weltweitgrößten Tanzturnier stürmisch gefeiert. Nach Silber bei der WM und EM und bislang drei zweiten Plätzen in der fünfteiligen Grand-Slam-Serie ließen sie in einem auf hohem Niveau stehenden Finale der Konkurrenz keine Chance und gewannen alle fünf Tänze (195,875).

Die Klasse der deutschen Latein-Paare unterstrichen Timur Imametdinov/Nina Bezzubova (Bremen), denn die Dritten der WM und der EM wiederholten ungefährdet ihren zweiten GOC-Platz von 2018 (191,503). Zum ersten Mal standen die Franzosen Charles-Guillaume Schmitt/Elena Salokhova auf dem GOC-Treppchen der Amateure, mit 188,708 Punkten holten sie die Bronzemedaille, knapp vor den WM-Vierten Andrey Gusev/Vera Bondareva (Russland, 187,791). Das Finale ergänzten die EM-Fünften Andrea Silvestri/Martina Varadi (Ungarn, 5./184,00) und die EM-Sechsten Edgar Borjas Marcos/Alina Nowak (Polen, 6./179,669).

Doch nicht nur der Erfolg der „Lateiner“ verbesserte die Bilanz des Deutschen Tanzsportverbandes (DTV), dazu trug auch der Doppelsieg bei den Senioren II Standard der WM-Vierten Thorsten Zirm/Sonja Schwarz (Darmstadt) und der GOC-Dritten von 2018, Gert Faustmann/Alexandra Kley (Berlin) bei. Nicht zu vergessen die beiden Silbermedaillen für Stefan Laschke/Vanessa Zellmann (Krefeld) im Rollstuhltanz.

Damit rückte Deutschland im Medaillenspiegel mit 14 Mal Edelmetall noch von Platz fünf auf Rang zwei vor (5/6/3). Unangefochten an der Spitzen liegen die 200 Paare aus Russland – zusammen mit China die größte Nation hinter Deutschland (700) – , die mit 17 Gold-, neun Silber- und neun Bronzemedaillen nach Hause fahren. Insgesamt hatten 22 der 60 Nationen Anteil am Edelmetall in den 45 Wettbewerben.

Archivbild: Eindrücke der vergangenen GOC | Foto: GOC

Archivbild: Eindrücke der vergangenen GOC | Foto: GOC

Bei den in die GOC integrierten Europameisterschaften im Boogie-Woogie konnten die deutschen Starter der Hauptklasse erwartungsgemäß nicht an den Erfolg tags zuvor bei den Junioren anknüpfen, die Gold und Silber gewonnen hatten. Für Christoph Pecher/Valerie Reiß (Kirchdorf) war im Viertelfinale Schluss (18.), für die Neulinge Lukas Koll/Gaby Kastenmüller (München) in der Hoffnungsrunde (32.). Ihren EM-Titel verteidigten die WM-Zweiten Sondre Olsen Bye/Tatiana Georgiiesvska aus Norwegen (104 Punkte), Silber gewannen die EM- und WM-Vierten Finnen Juho Pävinnen/Mari Munne (93), Bronze ging an die Weltranglistenzweiten Viktor und Wilma Edlund aus Schweden (82).

Die 33. German Open Championships boten dem Publikum fünf Tage lag ein abwechslungsreiches Programm mit spannenden Wettbewerben und Show-Acts, das zwar nicht die gesamte Palette des Tanzsports abbildete, aber einen guten Einblick in dessen Vielfalt gewährte.

Nach der Medaillenflut vom Samstag stimmt nun auch die sportliche Bilanz des DTV. Über die zufrieden stellende wirtschaftliche Seite hatte GOC-Geschäftsführer Wilfried Scheible (Stuttgart) bereits am Vormittag bei einer Pressekonferenz Auskunft gegeben: Die Teilnehmerzahl von 2.000 Paaren aus 60 Nationen entsprach der des Vorjahres, der Kartenverkauf von 5.000 pro Tag lässt die Veranstalter schwarze Zahlen schreiben. Scheibles Fazit: Die German Open Championships sind ein Turnier mit Zukunft – auch nach 33 Jahren.

Ergebnisse vom 17. August 2019:
Swarowski Grand Slam Latein: 1. Marius Balan/Krystyna Moshenska, Schwarz-Weiß-Club Pforzheim, 195,875 Punkte; 2. Timur Imametdinov/Nina Bezzubova, Grün-Gold Bremen, 191,503; 3. Charles-Guillaume Schmitt/Elena Salokhova, Frankreich, 188,708; 4. Andrey Gusev/Vera Bondareva, Russland, 187,791; 5. Andrea Silvestri/Martina Varadi, Ungarn, 184,00; 6. Edgar Borjas Marcos/Alina Nowak, Polen, 179,669.

Senioren I Latein: 1. Georgy Osadchy/Tatiana Nikolaeva, Russland, Platzziffer 5; 2.Umberto Abbatangelo/Luna Indriolo, Italien, 12; 3. Gerard Perez Raventos/Eva Krejcirova, Spanien, 15; 4. Ingo Madel/Rosina Witzsche, TSC Blau-Silber Berlin, 18; 5. Erik Heyden/Julia Luckow, TSC Excelsior Dresden, 27; 6. Ruben Viciana Lopez/Eva Moya, Spanien, 28.

Senioren II Standard: 1. Thorsten Zirm/Sonja Schwarz, TSZ Blau-Gold-Casino Darmstadt, Platzziffer 5; 2. Gert Faustmann/Alexandra Kley, TSC Blau-Silber Berlin, 11, 3. Vittorio Bramati/Silvia Martorelli, Italien, 15; 4. Slawek Lukawczyk/Janine-Nicole Desai, England, 23; 5. Horace Fenghua Hu/Agnes Xiaoguang Yuan, Canada, 23; 6. Marco Wittkowski/Martina Bruhns, Bielefelder TC Metropol, 30; 7. Pierre Payen/Isabelle Reyal, Frankreich, 33.

Senioren III Latein: 1. Oleg Eskov/JuliaMikhina, Russland, Platzziffer 6; 2. Petri und Ulla Jarvinen, Finnland, 10; 3. Manuel Ramirez/Julia Lopez Spanien, 16; 4. Ricardo Puerta/M del Pilar Martin, 19; 5. Khuong Pham/Arlene Yu, USA, 24; 6. Jun und Hinako Shimizu, Japan, 31; 7. Dirk und Jeanette Dittrich, TTK Barnim, 34.

Europameisterschaft Boogie-Woogie, Hauptklasse: 1. Sondre Olsen Bye/Tatiana Georgiiesvska, Norwegen, 104 Punkte; 2. Juho Pävinen/Mari Munne, Finnland, 93; 3. Viktor und Wilma Edlund, Schweden, 82; 4. Masi Saurén/Anna Tyutyunyuk, Finnland, 76; 5. Nils Andren/Bianca Locatelli, Schweden, 75; 6. Simone Corsi/Giulia Cornelli, Italien, 74; 7. Alexey Gavrilov/Svetlana Gavrilva, Russland,73.

 

GOC 2019 | Foto: GOC

GOC 2019 | Foto: GOC

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