Tennis: TEC mit Damen-Saisonfinale und Herren-Saisonstart

TEC Waldau Stuttgart – TC Karlsruhe Rüppurr 5:4

Waldau-Damen schaffen Klassenerhalt mit dem letzten Doppel

(red/TB) Mit dem letzten Doppel der gesamten Bundesliga-Saison sicherten sich die Damen des TEC Waldau Stuttgart den Klassenerhalt in der Bundesliga. Am Ende einer sehr kuriosen und durch merkwürdige Mannschaftsaufstellungen insbesondere am letzten Wochenende gekennzeichneten Bundesliga-Saison konnten neben dem als Absteiger feststehenden DTV Hannover noch drei Clubs absteigen, wobei hier bis zur letzten Sekunde für Spannung und Dramatik gesorgt war.

Vor einer tollen Kulisse auf der Waldau sorgten die Doppel Kim Zimmermann / Anna Zaja und Lena Rüffer / Anna Lena Friedsam für die beiden so wichtigen Doppel-Punkte | Foto: Dural

Vor einer tollen Kulisse auf der Waldau sorgten die Doppel Kim Zimmermann / Anna Zaja und Lena Rüffer / Anna Lena Friedsam für die beiden so wichtigen Doppel-Punkte | Foto: Dural

Im Baden-Württemberg Derby gegen Karlsruhe Rüppurr musste der TEC Waldau unbedingt gewinnen, um seine Chancen auf den Klassenerhalt zu wahren und war dann abhängig von anderen Ergebnissen.

Nach Siegen von Lena Rüffer (6:1 6:3 gegen Anne Schäfer) und Niederlagen von Anna-Lena Friedsam (2:6 3:6 gegen Laura Siegemund), Kim Zimmermann (6:2 4:6 9:11 gegen Reca-Luca Jani) und Katarzyna Piter (2:6 4:6 gegen Eleonora Molinaro) stand es in diesem Krimi vor 700 Zuschauern zwischenzeitlich 1:3, wobei Kim Zimmermann in ihrem Einzel beim Stand von 9:5 im Match Tie Break vier Matchbälle nicht verwandeln konnte.

Anna Zaja drehte ihr Einzel gegen Anna Bondar und gewann mit 3:6 6:3 10:5, ehe Waldau-Spitzenspielerin Katerina Siniakova mit einem 6:3 6:4 im Spitzeneinzel gegen Stefanie Vögele für die Waldau zum 3:3 ausgleichen konnte.

Für die zweifache Grand Slam Siegerin und Nummer 1 der Doppel-Weltrangliste war es kein Thema, nach ihrem Ausscheiden im Achtelfinale der French Open zwei Bundesligaspiele für den TEC Waldau Stuttgart zu bestreiten, für den sie nun immerhin schon sechs Jahre am Start ist.

„Mir gefällt die Atmosphäre auf der Waldau und ich komme immer wieder gerne nach Stuttgart, wenn mein Turnierplan dies erlaubt. Ich freue mich, dass ich der Mannschaft helfen konnte.“, so Siniakova. Diesen Worten konnte sich auch Anna Lena Friedsam anschließen, die für den letzten Spieltag erst am Freitagabend angefragt wurde und ihr Kommen sofort zugesagt hat.

Im Doppel unterlagen Katerina Siniakova und Katarzyna Piter gegen Laura Siegemund und Anna Bondar deutlich mit 1:6 3:6.

Die Damenmannschaft des TEC Waldau Stuttgart vor dem Heimspiel gegen Dresden Blasewitz. Stehend von links: Christoph von Eynatten (Erster Vorsitzender), Coach Jasmin Wöhr, Anna Gabric, Carmen Schultheiß, Anna Lena Friedsam, Anna Zaja, Mona Barthel, Mannschaftsführer Thomas Bürkle, Coach Albert Ender. Kniend von links: Coach Danijel Krajnovic, Katarzyna Piter, Dalila Jakupovic, Kim Zimmermann, Physio Jana Nesch, Laura Schaeder und Lena Rüffer. | Foto: Dural

Die Damenmannschaft des TEC Waldau Stuttgart vor dem Heimspiel gegen Dresden Blasewitz. Stehend von links: Christoph von Eynatten (Erster Vorsitzender), Coach Jasmin Wöhr, Anna Gabric, Carmen Schultheiß, Anna Lena Friedsam, Anna Zaja, Mona Barthel, Mannschaftsführer Thomas Bürkle, Coach Albert Ender. Kniend von links: Coach Danijel Krajnovic, Katarzyna Piter, Dalila Jakupovic, Kim Zimmermann, Physio Jana Nesch, Laura Schaeder und Lena Rüffer. | Foto: Dural

Anna Lena Friedsam und Lena Rüffer setzten sich deutlich mit 6:0 6:1 gegen Anne Schäfer und Liana Cammileri durch, so dass beim Stande von 4:4 das zweite Doppel die Entscheidung bringen musste.

Zwischenzeitlich war klar, dass sich BW Dresden-Blasewitz mit einem 6:3 über Ladival Bad Vilbel, das im Doppel nicht mit seinen besten Spielerinnen angetreten ist, den Klassenerhalt sichern konnte. BW Aachen verlor seine Partie beim TC Bredeney mit 3:6. Nach diesem Ergebnis stand fest, dass dem Waldau-Ensemble tatsächlich ein 5:4 Sieg zum Klassenerhalt reichen würde.

Anna Zaja und Kim Zimmermann besiegten in einem spannenden Doppel Stefanie Vögele und Eleonora Molinaro mit 6:4 6:4 und sicherten somit dem TEC Waldau Stuttgart in letzter Minute den Verbleib in der Bundesliga.

Vor einer tollen Kulisse auf der Waldau sorgten die Doppel Kim Zimmermann / Anna Zaja und Lena Rüffer / Anna Lena Friedsam für die beiden so wichtigen Doppel-Punkte | Foto: Dural

Vor einer tollen Kulisse auf der Waldau sorgten die Doppel Kim Zimmermann / Anna Zaja und Lena Rüffer / Anna Lena Friedsam für die beiden so wichtigen Doppel-Punkte | Foto: Dural

Absteiger sind Aachen und Hannover. Deutscher Meister wurde trotz zweier Niederlagen am letzten Wochenende Aufsteiger Ladival Bad Vilbel.

„Was für eine unglaubliche Spannung, die wirklich nicht mehr zu überbieten war. Ich bin stolz auf meine Mädels und unser gesamtes Betreuerteam. Wir haben bis zuletzt alles gegeben und immer an uns geglaubt. Unfassbar, dass am Ende von vier punktgleichen Mannschaften ein Team mit drei Siegen aus der Liga absteigen muss. Ein großer Dank geht an die zahlreichen  Zuschauer, die trotz Ferienzeit und gleichzeitig laufendem MercedesCup auf die Waldau gekommen sind und für eine großartige Stimmung gesorgt haben.“, so Waldau-Geschäftsführer Thomas Bürkle am Ende einer aus vielerlei Gründen ungewöhnlichen Bundesliga-Saison.

Mit Katerina Siniakova, Anna Lena Friedsam, Mona Barthel, Dalila Jakupovic, Anna Zaja, Kim Zimmermann, Katarzyna Piter, Lena Rüffer, Laura Schaeder und Carmen Schultheiß kamen 10 Spielerinnen beim TEC Waldau zum Einsatz. Anna Gabric gehörte ebenfalls zum festen Bundesliga-Kader der Waldau um die Coaches Jasmin Wöhr, Danijel Krajnovic und Albert Ender sowie die Physios Catrin Müller und Jana Nesch und Mannschaftsführer Thomas Bürkle.

„Die Bundesliga war in diesem Jahr so eng, dass wir zeitweise von unserem Stuttgarter Weg etwas abweichen mussten, um unser sportliches Ziel zu erreichen. Ich freue mich für alle Beteiligten und den Stuttgarter Sport, dass unser Team auch im kommenden Jahr in der ersten Bundesliga spielt. Der TECWaldau Stuttgart gehört in die erste Bundesliga.“,  so Christoph von Eynatten, der Erste Vorsitzende des TEC Waldau nach einem letztlich tollen Tennistag auf Degerlochs Höhen.

Zweite Chance für die Herren des TEC Waldau

(red/TB) Nach der Rückkehr in die Regionalliga freuen sich die Herren des TEC Waldau Stuttgart um den langjährigen Spitzenspieler Yannick Maden auf diese zweite Chance und haben die Mannschaft gegenüber dem Vorjahr auch entsprechend verstärkt, wobei die Verantwortlichen hier ihrem Konzept treu geblieben sind.

Christoph Negritu | Foto: TEC

Christoph Negritu | Foto: TEC

Mit Christoph Negritu und Tim Zeitvogel ergänzen zwei spielstarke deutsche Spieler den Regionalliga-Kader des Degerlocher Traditionsclubs im Jubiläumsjahr. Christoph Negritu ist ein echter Spieler aus der Region, der in den letzten Jahren für den TEV Fellbach in der Oberliga gespielt hat und sich nun beim TEC Waldau mit guten Matches in einer höheren Spielklasse weiterentwickeln möchte.

Zweiter Neuzugang beim TEC Waldau ist Tim Zeitvogel, der bislang für GW Baden Baden aktiv war. Zum Ende seiner Jugendzeit wurde Tim Zeitvogel im Dezember 2018 Deutscher Jugendmeister im Doppel.

„Es spricht für uns, dass sich Christoph und Tim für den Stuttgarter Weg auf der Waldau entschieden haben und unser Team in diesem Jahr verstärken werden.“, so Coach Danijel Krajnovic, der auf eine bessere Herren-Saison als im Vorjahr hofft.

Der Waldau-Kader wird natürlich auch in diesem Jahr von Yannick Maden angeführt, für den ein Vereinswechsel trotz zahlreicher Angebote nie zur Diskussion stand.

„Ich fühle mich bei meinen Jungs auf der Waldau sehr wohl. Für mich sind die Punktspiele immer eine willkommene Abwechslung vom Turnieralltag.“, so das langjährige Aushängeschild des TEC, der weiterhin an die Tür zu den Top 100 der Weltrangliste anklopft. Yannick Maden hätte den Club auch im Falle eines Abstiegs nicht verlassen, was sehr für die ausgezeichnete Einstellung dieses sympathischen Spielers zu seinem Heimatclub spricht.

Regionalliga-Herren | Foto: TEC

Regionalliga-Herren | Foto: TEC

Zum bewährten deutschen Regionalliga-Kader gehören weiterhin Moritz Dettinger, Maximilian Scholl, Blaz Seric, Stefan Hampe und Christopher Papadakis, die alle hochmotiviert in die Saison gehen und die zweite Chance in der Regionalliga Südwest nutzen wollen, wo Maxi Scholl auf eine überragende Vorjahresbilanz mit 6 Einzelsiegen zurückblicken kann.

Mit Mariano Kestelboim (Argentinier mit polnischem Pass), Samuel Bensoussan (Frankreich), Andriej Kapas (Polen) und Gaston Tonello (Argentinien) ergänzen ausländische Spieler, die seit Jahren einen guten Bezug zum Club haben und gerne für den TEC Waldau spielen, den Kader der Regionalliga-Herren des TEC Waldau Stuttgart, dessen Ziel der Klassenerhalt in einer erneut sehr ausgeglichenen und spielstarken Liga ist, in der gegenüber dem Vorjahr mit Rüsselsheim, Leingarten, Palmengarten Frankfurt und dem TSC Mainz gleich vier neue Mannschaften am Start sind.

Samstag, 15. Juni, 11.00 Uhr: TEC Waldau – TV Rüsselsheim-Hassloch

Mit einem Heimspiel gegen den TV Rüsselsheim-Hassloch starten die Waldauer am 15. Juni 2019, um 11.00 Uhr, in die neue Saison.

Archivbild: Maxi Scholl holte in Mainz den einzigen Einzelpunkt für den TEC Waldau Stuttgart | Foto Dural

Archivbild: Maxi Scholl holte in Mainz den einzigen Einzelpunkt für den TEC Waldau Stuttgart | Foto Dural

Die letzte Partie gegen Rüsselsheim verloren die Jungs vor zwei Jahren gegen den späteren Aufsteiger mit 3:6.

Schön wäre im Gegensatz zu den Vorjahren mal ein Sieg zum Saisonauftakt, was gegen die Hessen, die im vergangenen Jahr aus der zweiten Bundesliga abgestiegen sind,  allerdings nicht einfach wird, zumal davon auszugehen ist, dass Coach Krajno zu Saisonbeginn wieder auf Yannick Maden verzichten muss.

Dennoch wird der TEC mit einer schlagkräftigen Mannschaft und hoffentlich besseren Aussichten als im Vorjahr in dieses Auftaktspiel gehen.

Tags darauf gastieren die Herren des TEC Waldau bei Aufsteiger TA SV Leingarten (Sonntag, 16. Juni, 11.00 Uhr), für den dieses Württembergische Derby auf der eigenen Anlage mit Sicherheit ein Höhepunkt der Regionalliga-Saison sein wird. Die Partie beim hochmotivierten Neuling im Heilbronner Unterland ist sicherlich keine leichte Aufgabe für Krajnos Jungs, die den Gegner allerdings keinesfalls unterschätzen werden.

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Weitere Informationen gibt es auf der Website des TEC

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